Handverjüngung
Eine Unterspritzung des Handrückens, die den altersbedingten Volumenverlust ausgleicht und hervortretende Sehnen und Venen weniger sichtbar macht.

Was ist eine Handverjüngung und wie wirkt sie?
Die Hände zeigen Alterungszeichen oft früher als andere Körperregionen. Anders als im Gesicht liegt die Ursache hier weniger in Falten als im Verlust des Unterhautfettgewebes: Wird die Polsterung zwischen Haut und Sehnen dünner, treten Sehnen, Venen und Knochenkonturen deutlicher hervor, und die Haut wirkt papierartig.
Bei der Handverjüngung wird ein Füllmaterial in die Ebene unter der Haut des Handrückens eingebracht, um dieses verlorene Volumen auszugleichen. Am häufigsten kommt ein Gel auf Basis von Hyaluronsäure zum Einsatz – ein Stoff, der auch natürlich im Bindegewebe vorkommt, Wasser bindet und vom Körper im Lauf der Zeit wieder abgebaut wird.
Die Wirkung beruht auf zwei Mechanismen. Zum einen füllt das Material die Vertiefungen zwischen den Sehnen auf und legt sich als gleichmäßige Schicht über die Strukturen, die zuvor sichtbar waren. Zum anderen verbessert die Wasserbindung die Hautqualität, sodass der Handrücken nicht nur voller, sondern auch geschmeidiger wirkt.
Neben Hyaluronsäure werden je nach Befund auch kollagenstimulierende Materialien oder Mesotherapie-Mischungen mit Vitaminen und Hyaluronsäure eingesetzt. Diese füllen weniger, zielen aber stärker auf die Hautbeschaffenheit ab. Welche Variante infrage kommt, wird in der Zen Poliklinik nach einer Untersuchung der Hände besprochen.

In welchen Fällen wird sie gewählt?
Sichtbare Sehnen und Venen. Der häufigste Anlass. Wenn die Polsterung nachlässt, zeichnet sich die darunterliegende Anatomie ab. Die Auffüllung mildert diesen Kontrast, ohne die Handbewegung zu beeinflussen.
Eingesunkene Zwischenräume zwischen den Mittelhandknochen. Die Rinnen zwischen den Knochen vertiefen sich mit den Jahren. Sie lassen sich gezielt angleichen, sodass die Oberfläche wieder gleichmäßiger verläuft.
Dünne, trockene Haut. Wenn nicht das Volumen, sondern die Hautqualität im Vordergrund steht, sind hydratisierende Anwendungen oder Mesotherapie oft die passendere Wahl.
Unterschied zwischen Gesicht und Händen. Manche Menschen lassen Gesichtsbehandlungen durchführen und empfinden die Hände danach als unstimmig. Die Handverjüngung wird in diesen Fällen als ergänzender Schritt geplant.
Nicht jedes Alterungszeichen der Hand lässt sich mit Füllmaterial beeinflussen. Sonnenbedingte Pigmentflecken etwa sind eine Frage der Hautfarbe, nicht des Volumens; sie werden mit anderen Verfahren angegangen und lassen sich bei Bedarf mit der Unterspritzung kombinieren.
Wie läuft die Behandlung ab?
Untersuchung und Planung. Zunächst werden die Hände beurteilt: Wie ausgeprägt ist der Volumenverlust, wie ist der Hautzustand, bestehen Vorerkrankungen oder werden blutverdünnende Medikamente eingenommen? Danach wird entschieden, welches Material und welche Menge sinnvoll sind.
Vorbereitung. Die Handrücken werden gereinigt und desinfiziert. In der Regel wird eine betäubende Creme aufgetragen oder eine örtliche Betäubung gesetzt; viele Füllmaterialien enthalten zusätzlich ein Lokalanästhetikum.
Anwendung. Das Material wird über wenige Einstichstellen in eine flache Ebene oberhalb der Sehnen eingebracht – häufig mit einer stumpfen Kanüle, die sich unter der Haut vorschieben lässt und das Risiko einer Gefäßverletzung verringert. Anschließend wird das Gel durch sanftes Massieren gleichmäßig verteilt.
Danach. Die Anwendung dauert meist weniger als eine Stunde. Kühlung lindert die anfängliche Schwellung. Sie können den Alltag direkt danach wieder aufnehmen; Sport, Sauna und schweres Heben sollten für etwa zwei Tage vermieden werden, da eine verstärkte Durchblutung die Schwellung verlängern kann.
Da die Hände ständig in Bewegung sind, wird das Ergebnis in den ersten Tagen weicher und natürlicher. Eine Nachkontrolle nach zwei bis drei Wochen ist üblich, um das Ergebnis zu beurteilen und gegebenenfalls anzugleichen.
Für wen ist sie nicht geeignet?
Die Unterspritzung des Handrückens gilt als risikoarm, ist aber nicht für jede Person geeignet:
- Bekannte Überempfindlichkeit gegenüber dem Füllmaterial oder gegenüber Lokalanästhetika
- Aktive Entzündung, Infektion oder Wunde im Behandlungsbereich
- Schwangerschaft und Stillzeit
- Blutgerinnungsstörungen oder die Einnahme blutverdünnender Medikamente ohne ärztliche Abstimmung
- Autoimmunerkrankungen oder Erkrankungen des Bindegewebes in aktiver Phase
- Neigung zu wulstiger Narbenbildung im Bereich der Einstichstellen
Filler dürfen ausschließlich von Ärztinnen und Ärzten angewendet werden. Am Handrücken verlaufen Venen und Sehnen dicht unter der Haut, weshalb die Kenntnis der Ebenen und die richtige Technik entscheidend sind. Bitte teilen Sie vor der Anwendung alle eingenommenen Medikamente und frühere Unterspritzungen mit.
Wann werden Ergebnisse sichtbar?
Ein Teil der Veränderung ist sofort erkennbar, weil das Volumen unmittelbar aufgefüllt wird. In den ersten Tagen überlagert allerdings die Schwellung das Bild, sodass die Hände zunächst voller wirken können als am Ende.
Das eigentliche Ergebnis lässt sich nach etwa zwei Wochen beurteilen, wenn sich das Material gesetzt und die Schwellung vollständig zurückgebildet hat. Bei kollagenstimulierenden Materialien verläuft die Entwicklung langsamer und wird über mehrere Wochen hinweg schrittweise deutlicher.
Die Haltbarkeit ist individuell verschieden. Hyaluronsäure wird vom Körper abgebaut; wie schnell das geschieht, hängt vom Stoffwechsel, vom verwendeten Produkt und von der Beanspruchung der Hände ab. Da die Hände viel bewegt und häufig gewaschen werden, kann der Abbau schneller verlaufen als im Gesicht. Der passende Zeitpunkt für eine Auffrischung wird bei den Kontrollterminen besprochen.
Kombination mit anderen Anwendungen
Die Handverjüngung wird häufig mit Verfahren kombiniert, die auf die Hautoberfläche zielen. Gegen sonnenbedingte Pigmentflecken kommen Laseranwendungen infrage, für Hautstruktur und Feuchtigkeitsgehalt Dermapen oder Mesotherapie. Beide Ebenen – Volumen und Hautqualität – ergänzen sich, werden aber meist in getrennten Sitzungen behandelt.
Wenn ohnehin Unterspritzungen im Gesicht geplant sind, lässt sich die Behandlung der Hände in dieselbe Planung einbeziehen. Einen Überblick über die weiteren Anwendungen finden Sie auf der Seite Filler und unter Dermal Filler.