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Özel Zen Poliklinik

Hautpflege

Medizinische Hautpflege

Eine mehrstufige Tiefenreinigung des Gesichts, die nach einer Hautanalyse geplant wird: Reinigung, Peeling, Porenöffnung durch Wasserdampf, manuelle Ausreinigung und abschließende Pflege mit auf den Hauttyp abgestimmten Wirkstoffen.

Medizinische Hautpflege in der Zen Poliklinik

Was ist die medizinische Hautpflege und wie wirkt sie?

Die medizinische Hautpflege ist eine im klinischen Umfeld durchgeführte Gesichtsbehandlung, bei der die Haut Schritt für Schritt von Make-up-Resten, überschüssigem Talg, abgestorbenen Hautzellen und Verhornungen befreit wird. Sie unterscheidet sich von einer kosmetischen Pflege vor allem durch zwei Punkte: Sie beginnt mit einer Beurteilung des Hauttyps – in unserer Poliklinik unterstützt durch ein Hautanalysegerät – und sie umfasst die kontrollierte manuelle Ausreinigung mit sterilen Instrumenten.

Der Wirkmechanismus ist mechanisch und nicht medikamentös. Verstopfte Poren entstehen, wenn Talg und abgestorbene Hornzellen den Ausführungsgang eines Follikels verschließen. Solange dieser Pfropf bestehen bleibt, dringen auch Pflegeprodukte kaum in die Haut ein und die Oberfläche wirkt matt und uneben. Die Behandlung löst diese Verhornung schrittweise auf:

  • Reinigung und Peeling entfernen die oberste Schicht abgestorbener Zellen und lockern den Pfropf.
  • Warmer Wasserdampf weicht das Talgmaterial auf und erleichtert die anschließende Ausreinigung, ohne die Haut zu reizen.
  • Manuelle Ausreinigung entfernt Mitesser und Milien, die durch Peeling allein nicht gelöst werden können.
  • Seren und Abschlusspflege gelangen auf der gereinigten Haut deutlich besser an ihren Wirkort.

Welche Präparate zum Einsatz kommen, wird nicht pauschal festgelegt, sondern nach Hauttyp entschieden. Fettige, zu Unreinheiten neigende Haut braucht eine andere Wirkstoffauswahl als trockene oder empfindliche Haut – eine falsche Auswahl kann Spannungsgefühl, Rötung oder eine verstärkte Talgproduktion nach sich ziehen.

Hautanalyse vor der medizinischen Hautpflege
Vor der Behandlung werden Hauttyp, Feuchtigkeitsgehalt und Talgproduktion beurteilt; darauf baut der Pflegeplan auf.

In welchen Fällen wird sie bevorzugt?

Mitesser und verstopfte Poren. Der häufigste Anlass. Offene und geschlossene Komedonen im T-Bereich lassen sich nach dem Aufweichen kontrolliert entfernen – das ist der Teil der Behandlung, der sich zu Hause nicht sinnvoll nachahmen lässt.

Milien. Diese kleinen, weißlichen Einschlüsse liegen dicht unter der Hautoberfläche und werden mit sterilen Instrumenten eröffnet.

Fahler, unebener Teint. Eine verdickte Hornschicht streut das Licht diffus und lässt die Haut müde wirken. Nach dem Abtragen wirkt die Oberfläche gleichmäßiger.

Vorbereitung auf weitere Anwendungen. Eine gereinigte, freie Haut ist die Ausgangslage für viele nachfolgende Behandlungen; die Reihenfolge legt die Fachkosmetikerin fest.

Begleitend bei Akneneigung. Bei leichter, nicht entzündlicher Akne kann die Pflege eine dermatologische Behandlung unterstützen. Sie ersetzt keine Aknetherapie und wird bei stark entzündeten Formen nicht durchgeführt.

Wie läuft die Anwendung ab?

Beurteilung und Planung. Hauttyp, aktueller Zustand, verwendete Pflegeprodukte und eingenommene Medikamente werden erfragt. Auf dieser Grundlage werden Präparate und Intensität festgelegt.

Vorbereitung. Die Haare werden mit einem Stirnband zurückgenommen, Make-up wird entfernt – in der Regel zunächst mit einem Reiniger auf Ölbasis, anschließend mit Gel oder Schaum.

Peeling. Das ausgewählte Peeling wird in kleinen, kreisenden Bewegungen einmassiert. Es löst abgestorbene Zellen und regt die Durchblutung an.

Wasserdampf. Warmer Dampf öffnet die Poren und weicht das Material auf. Dieser Schritt ist entscheidend dafür, dass die anschließende Ausreinigung schonend gelingt.

Ausreinigung. Mitesser und Milien werden mit sterilen medizinischen Instrumenten entfernt. Weil die Haut zu diesem Zeitpunkt entspannt und aufgeweicht ist, wird der Schritt meist als gut erträglich beschrieben; ein kurzes Druckgefühl ist normal.

Wirkstoffe und Abschluss. Je nach Bedarf werden Seren mit Vitaminen, Mineralstoffen oder barrierestärkenden Inhaltsstoffen einmassiert, gefolgt von einer beruhigenden Pflege und einem Sonnenschutz. Eine Sitzung dauert üblicherweise etwa 45 bis 60 Minuten.

Für wen ist sie nicht geeignet?

Die medizinische Hautpflege ist risikoarm, aber nicht in jeder Situation sinnvoll. Verschoben oder abgeraten wird unter anderem bei:

  • stark entzündlicher, zystischer Akne – hier ist zuerst eine dermatologische Abklärung erforderlich
  • aktiven Hautinfektionen, offenen Wunden oder einem akuten Lippenherpes im Behandlungsgebiet
  • ausgeprägter Rosacea oder Ekzemen im Schub
  • laufender oder kürzlich beendeter Isotretinoin-Therapie
  • frisch durchgeführten Peelings, Laser- oder Nadelbehandlungen, solange die Haut noch nicht abgeheilt ist
  • bekannter Unverträglichkeit gegenüber verwendeten Inhaltsstoffen

Teilen Sie vor der Sitzung mit, welche Pflegeprodukte und Medikamente Sie anwenden – insbesondere Retinoide, Säurepräparate und Aknemedikamente. Sie verändern die Empfindlichkeit der Haut und beeinflussen die Auswahl der Präparate.

Wann werden Ergebnisse sichtbar?

Ein Teil der Wirkung ist unmittelbar sichtbar: Nach der Sitzung fühlt sich die Haut glatter an und der Teint wirkt klarer, weil die Hornschicht abgetragen und die Poren entleert wurden. Eine leichte Rötung an den ausgereinigten Stellen ist üblich und klingt in der Regel innerhalb weniger Stunden bis eines Tages ab.

Der zweite Teil entwickelt sich über Wochen. Die Haut erneuert sich in einem eigenen Rhythmus, und Talg, Umwelteinflüsse und abgestorbene Zellen sammeln sich nach jeder Reinigung wieder an. Deshalb wird die Pflege als wiederkehrende Maßnahme geplant. Als allgemeine Orientierung wird ein Abstand von etwa vier bis sechs Wochen genannt; bei sehr fettiger Haut kann der Abstand kürzer, bei trockener oder empfindlicher Haut länger ausfallen. Der individuelle Plan wird nach der Hautanalyse festgelegt.

In den ersten ein bis zwei Tagen nach der Sitzung sollten aggressive Reinigungsprodukte, Säuren, Retinoide, Sauna und starke Sonneneinstrahlung vermieden werden. Ein Sonnenschutz gehört in dieser Phase zum Pflegeprogramm.

Kombination mit anderen Anwendungen

Die medizinische Hautpflege wird häufig als Grundlage für weitere Behandlungen eingesetzt. Bei der Hydrafacial-Anwendung erfolgen Reinigung und Wirkstoffeinschleusung geräteunterstützt – für empfindliche Haut oft die schonendere Alternative. Eine LED-Maske im Anschluss kann Rötungen nach der Ausreinigung beruhigen. Für eine gezielte Erneuerung der Hautoberfläche kommt die Genosys Hautpflege in Betracht. Welche Kombination sinnvoll ist und in welchen Abständen sie erfolgt, wird bei der Planung besprochen.

Häufig gestellte Fragen

Ist die Behandlung schmerzhaft?
Reinigung, Peeling und Dampf sind schmerzfrei. Bei der Ausreinigung kann ein kurzes Druck- oder Ziehgefühl auftreten, besonders im Bereich der Nase. Da die Haut zuvor aufgeweicht wird, bleibt das meist gut erträglich.
Wie oft sollte sie wiederholt werden?
Als Orientierung gilt ein Abstand von etwa vier bis sechs Wochen. Der genaue Rhythmus richtet sich nach Hauttyp und Talgproduktion und wird nach der Hautanalyse individuell festgelegt.
Kann ich danach direkt Make-up auftragen?
Es wird empfohlen, der Haut mindestens den restlichen Tag ohne Make-up Zeit zu geben, damit die ausgereinigten Poren sich beruhigen können.
Kann ich Mitesser nicht selbst ausdrücken?
Davon wird abgeraten. Ohne Aufweichen und ohne sterile Instrumente steigt das Risiko für Entzündungen und dauerhafte Male. Die Ausreinigung ist genau der Schritt, der in klinische Hände gehört.
Ist sie auch bei empfindlicher Haut möglich?
In vielen Fällen ja, dann mit milderen Präparaten, kürzerer Dampfzeit und zurückhaltender Ausreinigung. Bei akuten Schüben von Rosacea oder Ekzemen wird die Sitzung verschoben.
Ist sie in der Schwangerschaft möglich?
Die Reinigungsschritte selbst gelten als unproblematisch, die Auswahl der Wirkstoffe wird jedoch angepasst; bestimmte Inhaltsstoffe wie Retinoide werden weggelassen. Bitte weisen Sie vorab auf eine Schwangerschaft oder Stillzeit hin.