Nicht-chirurgische Verfahren, die Volumen, Hautstruktur und Gewebespannung im Gesicht und am Körper beeinflussen – ärztlich geplant und in drei Anwendungsbereiche gegliedert.

Medizinische Ästhetik fasst jene Verfahren zusammen, die das Erscheinungsbild von Haut und Gewebe verändern, ohne dass ein chirurgischer Schnitt erforderlich ist. Gearbeitet wird mit Injektionen, mit apparativen Energiequellen wie Ultraschall oder Radiofrequenz und mit kontrollierten Reizen, die die Haut zur Eigenregeneration anregen.
Der gemeinsame Nenner dieser Verfahren ist die Reversibilität beziehungsweise die begrenzte Wirkdauer. Anders als ein operativer Eingriff verändert eine ästhetische Anwendung das Gewebe nicht dauerhaft: Die Wirkung baut sich über Wochen auf und klingt nach einem definierten Zeitraum wieder ab. Das macht die Planung flexibler, bedeutet aber auch, dass eine Auffrischung Teil des Konzepts ist.
Vor jeder Anwendung steht in der Zen Poliklinik eine ärztliche Beurteilung. Dabei werden Hautzustand, Gesichtsproportionen, Gewebespannung, Vorerkrankungen und eingenommene Medikamente erfasst. Erst danach wird entschieden, welcher Bereich überhaupt der richtige ist – und ob eine Anwendung im konkreten Fall sinnvoll ist.

Die Leistungen der medizinischen Ästhetik lassen sich nach der Frage ordnen, was am Gewebe verändert werden soll: das Volumen, die Spannung oder die Hautoberfläche. Jeder dieser Bereiche hat eine eigene Seite mit den zugehörigen Anwendungen.
FillerInjizierbare Gele, die verlorenes Volumen im Gesicht ersetzen oder eine Kontur gezielt betonen – mit einer Übersicht der geeigneten Regionen und Anwendungen.Anwendungsbereiche ansehen →
Nicht-chirurgische GesichtsstraffungVerfahren, die mit fokussierter Energie oder stützenden Materialien in tieferen Schichten arbeiten und die nachlassende Spannung im Bindegewebe angehen – ohne Schnitt und ohne Vollnarkose.Methoden im Überblick →
HauterneuerungAnwendungen, die die Haut durch kontrollierte Mikroreize oder feuchtigkeitsbindende Substanzen zur Erneuerung anregen – bei ungleichmäßigem Hautton, erweiterten Poren, Glanzlosigkeit und feinen Linien.Verfahren entdecken →Die Zuordnung ist in der Praxis selten eindeutig, weil sich die Veränderungen überlagern. Als Orientierung gilt:
In vielen Fällen liegt eine Kombination vor. Deshalb beginnt die Planung mit der Frage, welcher Anteil den optischen Gesamteindruck am stärksten bestimmt – und nicht mit der Frage, welches Verfahren gewünscht wird.
Beratung und Untersuchung. Erfasst werden Anliegen, Krankengeschichte, Allergien, Medikamente sowie frühere ästhetische Anwendungen. Bereits durchgeführte Behandlungen beeinflussen, was und wann als Nächstes möglich ist.
Planung. Verfahren, Anzahl der Sitzungen und zeitlicher Abstand werden festgelegt. Bei mehreren Anliegen wird eine Reihenfolge bestimmt, damit die Ergebnisse einzeln beurteilbar bleiben.
Aufklärung. Vor der Anwendung werden Ablauf, erwartbare Reaktionen, Ausfallzeit und mögliche Risiken besprochen. Die Einwilligung wird schriftlich festgehalten.
Anwendung. Je nach Verfahren dauert eine Sitzung zwischen etwa 15 und 60 Minuten. Bei Injektionen und apparativen Anwendungen wird bei Bedarf eine örtlich betäubende Creme eingesetzt.
Kontrolle. Ein Nachtermin nach zwei bis vier Wochen dient der Beurteilung des Ergebnisses und der Entscheidung über eine mögliche Feinabstimmung.
Unabhängig vom einzelnen Verfahren gibt es Situationen, in denen von einer ästhetischen Anwendung abgesehen wird:
Bitte teilen Sie vor jedem Termin alle eingenommenen Medikamente, bestehende Erkrankungen und frühere ästhetische Anwendungen mit – auch solche, die viele Jahre zurückliegen. Injizierte Materialien können über lange Zeit im Gewebe verbleiben und beeinflussen die weitere Planung.
Der zeitliche Verlauf unterscheidet sich je nach Bereich deutlich. Volumenaufbauende Anwendungen zeigen unmittelbar eine Veränderung, die sich jedoch erst nach dem Abklingen von Schwellung und Rötung – meist innerhalb von ein bis zwei Wochen – realistisch beurteilen lässt.
Straffende Verfahren wirken indirekt: Sie regen die Neubildung von Bindegewebe an, weshalb sich die Veränderung schrittweise über etwa zwei bis drei Monate aufbaut. Anwendungen zur Hautqualität wirken kumulativ und werden in Sitzungsfolgen geplant; ein Zwischenergebnis wird üblicherweise nach der dritten Sitzung beurteilt.
Die Dauer der Wirkung hängt von Stoffwechsel, Hautzustand, Lebensgewohnheiten und dem verwendeten Material ab und lässt sich nicht pauschal angeben.
Die drei Bereiche schließen einander nicht aus, sondern werden häufig gestaffelt eingesetzt. Ein typischer Aufbau beginnt mit der Straffung, damit das Gewebe in seiner Position beurteilt werden kann, ergänzt anschließend fehlendes Volumen und schließt mit Anwendungen zur Hautqualität ab.
Werden mehrere Verfahren gleichzeitig durchgeführt, lässt sich bei einer unerwünschten Reaktion schwer zuordnen, worauf sie zurückgeht. Aus diesem Grund werden Anwendungen in der Regel mit zeitlichem Abstand geplant. Der jeweils sinnvolle Abstand wird im Rahmen der Behandlungsplanung festgelegt.