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Özel Zen Poliklinik

Haartransplantation

Augenbrauentransplantation

Verpflanzung körpereigener Haarfollikel in den Augenbrauenbereich – geplant nach Gesichtsproportion, Wuchsrichtung und Symmetrie, durchgeführt unter örtlicher Betäubung.

Augenbrauentransplantation in der Zen Poliklinik

Was ist eine Augenbrauentransplantation?

Die Augenbrauentransplantation ist ein Eingriff, bei dem körpereigene Haarfollikel aus einem Spenderbereich entnommen und in die Augenbrauenregion eingesetzt werden. Ziel ist es, lückenhafte, ausgedünnte oder vollständig fehlende Augenbrauen mit eigenem, dauerhaft wachsendem Haar wieder aufzubauen.

Anders als bei der Kopfhaartransplantation steht hier nicht die Anzahl der Grafts im Vordergrund, sondern die Feinarbeit. Augenbrauenhaare wachsen sehr flach – in einem Winkel von etwa 10 bis 20 Grad zur Haut – und ihre Wuchsrichtung ändert sich über den Verlauf der Braue: am Brauenkopf eher nach oben, im mittleren Abschnitt und am Brauenschwanz zunehmend seitlich und nach unten. Jeder einzelne Follikel muss dieser natürlichen Ordnung folgen, sonst wirkt das Ergebnis auch bei guter Anwuchsrate unruhig.

Als Spenderbereich dient in der Regel der Hinterkopf, seltener die Nackenhaargrenze oder feines Haar oberhalb der Ohren. Dort wird gezielt nach dünnen, einzelnen Haarfollikeln gesucht, deren Struktur dem Augenbrauenhaar möglichst nahekommt.

Ausgedünnte und lückenhafte Augenbrauen vor der Planung
Vor der Planung werden Brauenform, Verlauf und die vorhandene Haardichte beider Seiten getrennt beurteilt.

In welchen Fällen wird sie in Betracht gezogen?

Verlust durch häufiges Zupfen. Über Jahre wiederholtes Zupfen oder Fädeln kann Haarfollikel dauerhaft schädigen. Die betroffenen Stellen wachsen dann auch nach längeren Pausen nicht mehr nach.

Narben und Verletzungen. Nach Unfällen, Verbrennungen oder chirurgischen Eingriffen kann in Narbengewebe eine haarlose Lücke zurückbleiben.

Angeborene Schwäche des Brauenwuchses. Manche Menschen haben von Natur aus sehr feine oder nur teilweise ausgebildete Augenbrauen.

Folgen von Erkrankungen oder Behandlungen. Schilddrüsenerkrankungen, Alopecia areata, Eisen- oder Vitaminmangel sowie bestimmte medikamentöse Therapien können zu Brauenverlust führen. In diesen Fällen wird zuerst die Ursache abgeklärt und behandelt – ein Eingriff kommt erst infrage, wenn die Grunderkrankung stabil ist.

Altersbedingte Ausdünnung. Mit den Jahren werden Brauenhaare bei vielen Menschen dünner und lichter.

Wie läuft die Behandlung ab?

Beratung und Planung. Zunächst werden Krankengeschichte, Medikamente, Laborwerte bei Verdacht auf eine zugrunde liegende Ursache sowie die Beschaffenheit des Spenderbereichs beurteilt. Anschließend wird die gewünschte Brauenform mit einem Stift direkt auf der Haut angezeichnet und gemeinsam besprochen. Diese Zeichnung ist der eigentliche Bauplan des Eingriffs; sie berücksichtigt Gesichtsform, Augenabstand und die Asymmetrie, die jedes Gesicht natürlicherweise aufweist.

Örtliche Betäubung. Spenderbereich und Empfängerbereich werden lokal betäubt. Der Eingriff ist dadurch schmerzfrei; die Patientin oder der Patient ist während der gesamten Zeit wach.

Entnahme der Follikel. Mit der FUE-Technik werden einzelne Follikel mit einer feinen Hohlnadel entnommen. Für Augenbrauen werden fast ausschließlich Einzelhaar-Grafts verwendet. Je nach Ausgangslage liegt der Bedarf meist zwischen etwa 150 und 400 Grafts pro Seite.

Einsetzen. Häufig kommt die DHI-Technik zum Einsatz, bei der Kanalöffnung und Platzierung des Follikels mit einem Implanter in einem Schritt erfolgen. Das erlaubt eine sehr genaue Kontrolle über Winkel und Richtung jedes einzelnen Haares. Mehr zu dieser Technik finden Sie auf der Seite zur DHI-Haartransplantation.

Dauer. Der gesamte Eingriff dauert in der Regel zwei bis vier Stunden. Ein Krankenhausaufenthalt ist nicht erforderlich.

Was ist danach zu beachten?

In den ersten Tagen bilden sich kleine Krusten um die eingesetzten Haare, und eine leichte Schwellung im Bereich von Stirn und Augenlidern ist möglich. Beides klingt üblicherweise innerhalb einer Woche ab. Die Krusten dürfen nicht abgekratzt werden; sie lösen sich beim vorsichtigen Waschen nach den Anweisungen der Klinik von selbst.

Für die ersten Wochen gilt: kein Reiben oder Kratzen im Brauenbereich, kein Make-up auf der behandelten Fläche, keine Sauna, kein Solarium, kein Schwimmbad, direkte Sonne meiden und auf Sport mit starkem Schwitzen verzichten. Schlafen in Rückenlage schützt die frisch eingesetzten Grafts.

Etwa zwei bis vier Wochen nach dem Eingriff fallen die transplantierten Haare weitgehend aus. Das ist ein erwarteter Teil des Wachstumszyklus und kein Zeichen für ein Misslingen – die Follikel bleiben in der Haut und treiben später erneut aus.

Wann zeigt sich das Ergebnis?

Nach der Ausfallphase beginnt der neue Wuchs meist ab dem dritten Monat. Zwischen dem vierten und sechsten Monat wird die Braue sichtbar dichter, das endgültige Bild stellt sich in der Regel nach etwa sieben bis zwölf Monaten ein. Der Verlauf ist individuell und hängt unter anderem von der Durchblutung des Empfängerbereichs, der Haarstruktur und der Grunderkrankung ab, sofern eine vorlag.

Ein Punkt sollte von Anfang an bekannt sein: Die verpflanzten Haare stammen vom Kopf und behalten dessen Wachstumsverhalten bei. Sie wachsen deutlich länger als natürliche Brauenhaare und müssen daher dauerhaft regelmäßig gekürzt werden – meist alle zwei bis drei Wochen. Auch die Haarstruktur bleibt kopfhaartypisch und passt sich mit der Zeit nur teilweise an.

Für wen ist der Eingriff nicht geeignet?

  • Personen mit aktiver, nicht behandelter Alopecia areata oder einer anderen unbehandelten Ursache des Haarverlusts
  • Personen mit nicht eingestellten Schilddrüsen- oder Stoffwechselerkrankungen
  • Personen mit unzureichendem oder stark ausgedünntem Spenderbereich
  • Personen mit aktiver Entzündung, Infektion oder Hauterkrankung im Brauenbereich
  • Personen mit Neigung zu wulstiger Narbenbildung (Keloide)
  • Personen mit Blutgerinnungsstörungen oder unter blutverdünnender Dauermedikation ohne ärztliche Abstimmung
  • Schwangere und stillende Frauen

Bitte teilen Sie alle eingenommenen Medikamente, bekannten Allergien und Vorerkrankungen vor dem Eingriff mit.

Kombination mit anderen Anwendungen

Zur Unterstützung der Heilung und der Durchblutung im Empfängerbereich kann nach Abschluss der ersten Heilungsphase eine Haarmesotherapie oder eine PRP-Anwendung geplant werden. Beide sind ergänzende Maßnahmen und ersetzen den Eingriff nicht. Der geeignete Zeitpunkt wird individuell festgelegt, üblicherweise frühestens einige Wochen nach der Transplantation. Wird gleichzeitig eine Barttransplantation gewünscht, lässt sich die Entnahme in manchen Fällen in einer Sitzung planen.

Häufig gestellte Fragen

Ist der Eingriff schmerzhaft?
Der Eingriff selbst wird unter örtlicher Betäubung durchgeführt und ist schmerzfrei. Spürbar ist meist nur der Einstich der Betäubung. In den ersten Tagen danach kann ein leichtes Spannungsgefühl auftreten.
Wie viele Grafts werden benötigt?
Das hängt vom vorhandenen Restwuchs und der gewünschten Form ab. Bei vollständigem Verlust liegt der Bedarf meist zwischen etwa 300 und 400 Einzelhaar-Grafts pro Seite, bei Lücken deutlich darunter.
Muss ich die neuen Augenbrauen schneiden?
Ja. Da die Haare vom Kopf stammen, wachsen sie länger als Brauenhaare. Ein regelmäßiges Kürzen alle zwei bis drei Wochen bleibt dauerhaft notwendig.
Bleiben Narben zurück?
Bei der FUE-Entnahme entstehen im Spenderbereich sehr kleine punktförmige Stellen, die nach dem Nachwachsen der umliegenden Haare in der Regel nicht auffallen. Im Brauenbereich selbst werden keine Schnitte gesetzt.
Wann kann ich wieder arbeiten?
Die meisten Personen nehmen ihren Alltag nach zwei bis drei Tagen wieder auf. Krusten und eine leichte Rötung können jedoch bis zu etwa einer Woche sichtbar bleiben.
Ist eine zweite Sitzung möglich?
Ja. Wenn nach Abschluss des Wachstums an einzelnen Stellen mehr Dichte gewünscht wird, kann eine Verdichtungssitzung geplant werden – üblicherweise frühestens nach etwa einem Jahr, wenn das Ergebnis vollständig beurteilbar ist.
Kann ich danach wieder Make-up verwenden?
Nach vollständiger Abheilung ja. In den ersten Wochen sollte der behandelte Bereich jedoch frei von Make-up und Kosmetikprodukten bleiben.