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Özel Zen Poliklinik

Filler

Kinnkorrektur mit Filler

Eine nicht-chirurgische Unterspritzung, die Projektion und Kontur des Kinns verändert und damit das Gleichgewicht des Profils beeinflusst — ohne Schnitt, ohne Ausfallzeit.

Kinnkorrektur mit Filler in der Zen Poliklinik

Was ist eine Kinnkorrektur mit Filler?

Bei der Kinnkorrektur wird ein Füllmaterial — in der Regel ein Hyaluronsäure-Filler — gezielt in den Kinnbereich eingebracht, um Projektion, Höhe oder Breite des Kinns zu verändern. Es handelt sich um einen injektionsbasierten Eingriff: Es wird nicht geschnitten und kein Implantat eingesetzt.

Hyaluronsäure ist ein Stoff, der auch natürlich im Bindegewebe der Haut vorkommt. Die in der Ästhetik verwendeten Filler bestehen aus stabilisierter, im Labor hergestellter Hyaluronsäure. Für das Kinn werden dabei bewusst festere, formstabilere Produkte gewählt als etwa für die Lippen, da hier nicht Volumen im Weichgewebe, sondern eine tragende Kontur über dem Knochen aufgebaut werden soll.

Das Kinn wird im Gesicht häufig übersehen, obwohl es das Profil stark mitbestimmt. Nase, Lippen und Kinn stehen im Seitenprofil in einem Verhältnis zueinander. Ein zurückliegendes oder zu kurzes Kinn lässt die Nase optisch größer und das untere Gesichtsdrittel weniger definiert erscheinen. Viele Menschen, die ihre Nase als zu groß empfinden, haben tatsächlich ein wenig ausgeprägtes Kinn.

In welchen Fällen wird sie gewählt?

Zurückliegendes Kinn (Retrogenie). Steht das Kinn im Seitenprofil hinter der gedachten Linie von Lippe und Nase zurück, kann eine Projektion nach vorn das Profil ausgleichen.

Kurzes Kinn. Ist das untere Gesichtsdrittel im Verhältnis zu kurz, kann das Kinn durch eine Verlängerung nach unten an Länge gewinnen.

Unklarer Übergang zum Hals. Ein wenig ausgeprägtes Kinn lässt die Kinn-Hals-Linie weich wirken. Eine bessere Kinnprojektion kann diesen Übergang schärfer zeichnen.

Asymmetrien. Kleinere seitliche Ungleichheiten der Kinnform lassen sich durch unterschiedlich dosierte Injektion auf beiden Seiten angleichen.

Altersbedingter Volumenverlust. Mit den Jahren verändern sich Knochen und Fettkompartimente im unteren Gesicht. Das Kinn verliert dabei an Höhe und Kontur, was auch die umliegende Region betrifft.

Grübchen und Unruhe der Kinnhaut. Eine angespannte Kinnmuskulatur kann die Haut wellig erscheinen lassen. Hier wird häufig zunächst eine Behandlung mit Botulinumtoxin geprüft, teils ergänzt durch Filler.

Bei ausgeprägten skelettalen Abweichungen — etwa deutlicher Kieferfehlstellung — stößt die Unterspritzung an ihre Grenzen. In solchen Fällen ist eine kieferchirurgische Abklärung der richtige Weg, und darauf wird im Beratungsgespräch offen hingewiesen.

Wie läuft die Behandlung ab?

Beratung und Planung. Zunächst werden Gesicht und Profil in Ruhe beurteilt: Kinnprojektion, Kinnhöhe, Kieferlinie, Lippenposition und die Symmetrie. Erkrankungen, Medikamente — insbesondere blutverdünnende — sowie frühere Behandlungen im unteren Gesicht werden erfragt.

Vorbereitung. Das Gesicht wird gereinigt und desinfiziert. Anschließend wird eine anästhesierende Creme aufgetragen, die etwa 20 bis 30 Minuten einwirkt. Viele Filler enthalten zusätzlich ein Lokalanästhetikum.

Injektion. Das Material wird an zuvor markierten Punkten eingebracht — je nach Ziel tief am Knochen für die Projektion oder oberflächlicher für die Feinkontur. Verwendet werden feine Nadeln oder stumpfe Kanülen. Die Injektionsphase selbst dauert meist nur wenige Minuten.

Modellierung und Kontrolle. Das Material wird vorsichtig verteilt und das Ergebnis im Sitzen und im Profil überprüft. Der gesamte Termin dauert einschließlich Betäubungszeit in der Regel etwa 30 bis 45 Minuten.

Danach. Es ist kein Erholungszeitraum erforderlich; der Alltag kann direkt wieder aufgenommen werden. Leichte Rötung, Druckempfindlichkeit oder eine geringe Schwellung an den Einstichstellen sind normal und klingen meist innerhalb weniger Stunden bis Tage ab.

Für die ersten Tage wird empfohlen, auf starke Hitze wie Sauna und Solarium, intensiven Sport sowie kräftigen Druck oder Massage der behandelten Stelle zu verzichten. Kleine blaue Flecken können vorkommen, besonders bei empfindlicher Haut, und lassen sich nach kurzer Zeit abdecken.

Für wen ist die Behandlung nicht geeignet?

Die Kinnunterspritzung ist ein risikoarmer Eingriff, aber nicht für jeden geeignet:

  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Aktive Infektion, Entzündung oder Hautveränderung im Behandlungsbereich
  • Bekannte Überempfindlichkeit gegenüber Hyaluronsäure oder Lokalanästhetika
  • Blutgerinnungsstörungen oder nicht abgestimmte Einnahme blutverdünnender Medikamente
  • Unbehandelte Autoimmun- oder chronische Erkrankungen ohne ärztliche Freigabe
  • Frühere Einlage von permanenten Füllmaterialien im selben Bereich

Teilen Sie vor der Behandlung mit, welche Medikamente Sie einnehmen und welche ästhetischen Eingriffe im unteren Gesicht bereits durchgeführt wurden. Diese Angaben beeinflussen die Wahl des Materials und die Technik.

Wann ist das Ergebnis sichtbar?

Die Formveränderung ist unmittelbar nach der Sitzung erkennbar, da das Volumen sofort wirkt. In den ersten Tagen überlagern jedoch Schwellung und Gewebereaktion das Bild.

Die endgültige Kontur zeigt sich meist nach etwa zwei Wochen, wenn die Schwellung vollständig abgeklungen ist und sich das Material im Gewebe gesetzt hat. Eine Nachkontrolle in diesem Zeitraum ist sinnvoll; falls nötig, kann dann feinabgestimmt werden.

Wie lange das Ergebnis anhält, hängt vom verwendeten Produkt, der eingebrachten Menge, dem Stoffwechsel und den Lebensgewohnheiten ab. Hyaluronsäure wird vom Körper mit der Zeit abgebaut, sodass die Behandlung nicht dauerhaft ist. Ein individueller Zeitraum lässt sich nicht vorhersagen; er wird im Verlauf gemeinsam beurteilt.

Kombination mit anderen Anwendungen

Das Kinn wird selten isoliert betrachtet. Da es Teil des unteren Gesichtsdrittels ist, wird häufig gemeinsam geplant: Eine Konturierung der Kieferlinie ergänzt die Kinnprojektion und lässt den Übergang zum Hals klarer erscheinen.

Auch das Verhältnis zu den Lippen spielt eine Rolle — bei einer Behandlung der Lippen wird das Kinn in die Beurteilung des Profils einbezogen. Bei kräftiger Kaumuskulatur, die das untere Gesicht breiter wirken lässt, kann zusätzlich eine Masseter-Behandlung mit Botulinumtoxin geprüft werden.

Welche Kombination sinnvoll ist und in welcher Reihenfolge behandelt wird, ergibt sich aus der Untersuchung. Nicht alles muss in einer Sitzung erfolgen; oft ist ein schrittweises Vorgehen die bessere Wahl.

Häufig gestellte Fragen

Ist die Kinnkorrektur schmerzhaft?
Durch die anästhesierende Creme und das im Filler enthaltene Lokalanästhetikum ist die Behandlung gut verträglich. Meist werden nur ein kurzer Einstich und ein Druckgefühl wahrgenommen.
Wie lange dauert der Termin?
Die Injektion selbst nimmt nur wenige Minuten in Anspruch. Mit Beratung, Betäubungszeit und Abschlusskontrolle sollten Sie etwa 30 bis 45 Minuten einplanen.
Kann ich direkt danach wieder arbeiten?
Ja. Ein Erholungszeitraum ist nicht erforderlich. Leichte Rötung oder Schwellung an den Einstichstellen kann für einige Stunden bestehen.
Ist das Ergebnis dauerhaft?
Nein. Hyaluronsäure wird vom Körper mit der Zeit abgebaut. Die Dauer ist individuell und hängt von Produkt, Menge und Stoffwechsel ab.
Kann die Behandlung rückgängig gemacht werden?
Hyaluronsäure-Filler können mit dem Enzym Hyaluronidase aufgelöst werden. Dies erfolgt nach ärztlicher Beurteilung.
Wirkt das Kinn danach unnatürlich groß?
Ziel ist ein ausgewogenes Profil, nicht möglichst viel Volumen. Die Menge wird an Ihre Gesichtsproportionen angepasst und schrittweise aufgebaut.
Ersetzt der Filler eine Kinn-Operation?
Nein. Bei ausgeprägten skelettalen Abweichungen ist eine kieferchirurgische Beurteilung erforderlich. Die Unterspritzung eignet sich für leichte bis mittlere Konturveränderungen.