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Özel Zen Poliklinik

Hauterneuerung

Anti-Aging-Injektionen

Wirkstoffe wie Hyaluronsäure, Polynukleotide oder Vitaminkomplexe werden mit feinen Nadeln in die oberen Hautschichten eingebracht, um Feuchtigkeitshaushalt und Hautstruktur von innen heraus zu unterstützen.

Anti-Aging-Injektion im Zen Poliklinik

Was sind Anti-Aging-Injektionen und wie wirken sie?

Anti-Aging-Injektionen sind ein Sammelbegriff für Behandlungen, bei denen hautunterstützende Wirkstoffe mit sehr feinen Nadeln direkt in die Dermis oder in die Grenzschicht zur Unterhaut eingebracht werden. Anders als eine Creme, die über die Hornschicht nur begrenzt in die Tiefe gelangt, erreicht der Wirkstoff dabei die Schicht, in der Fibroblasten, Kollagenfasern und die feuchtigkeitsbindenden Strukturen der Haut liegen.

Zwei Mechanismen spielen zusammen. Zum einen bringt die Injektion Substanzen ein, die der Haut mit den Jahren zunehmend fehlen – vor allem Hyaluronsäure, die Wasser bindet. Zum anderen setzt schon der feine Nadelstich selbst einen kontrollierten Reiz, auf den das Gewebe mit Reparaturvorgängen antwortet. Die sichtbare Veränderung entsteht daher nicht allein aus dem Präparat, sondern aus der Reaktion der Haut darauf.

Diese Behandlungen füllen keine Volumendefizite auf und verändern die Gesichtskonturen nicht. Sie unterscheiden sich damit deutlich von Dermal Fillern, die gezielt Volumen ersetzen, und von Botulinumtoxin, das auf die Muskelaktivität wirkt. Bei Anti-Aging-Injektionen geht es um Hautqualität: Feuchtigkeit, Glätte, Elastizität und Lichtreflexion der Oberfläche.

Welche Wirkstoffgruppen kommen zum Einsatz?

Hyaluronsäure in nicht vernetzter Form. Sie wird zur Verbesserung des Feuchtigkeitshaushalts eingesetzt. Da sie nicht vernetzt ist, bildet sie kein Volumen, sondern verteilt sich im Gewebe und bindet dort Wasser. Typische Areale sind Gesicht, Hals, Dekolleté und Handrücken.

Polynukleotide (Lachs-DNA). Es handelt sich um gereinigte Nukleotidketten, die aus Lachsmilch gewonnen werden und dem menschlichen Erbgutbaustein strukturell sehr ähnlich sind. Sie werden verwendet, um Regenerationsvorgänge in der Haut zu unterstützen, und meist in mehreren Sitzungen im Abstand von zwei bis drei Wochen angewendet.

Kollagenhaltige Präparate. Kollagen ist das Strukturprotein, das der Haut Festigkeit gibt und mit den Jahren abnimmt. Kollagenbasierte Injektionen werden angewendet, um das Bindegewebe der Dermis zu unterstützen; auch hier wird üblicherweise in Serie behandelt.

Vitamin- und Aminosäurekomplexe. Mischungen aus Vitaminen, Mineralstoffen, Aminosäuren und Antioxidantien werden eingesetzt, um die Haut mit Bausteinen zu versorgen, die sie für ihren Stoffwechsel benötigt. Sie kommen häufig bei fahler, müder Haut zum Einsatz.

Vitamin-A-Derivate. Retinolhaltige Injektionslösungen werden bei unregelmäßiger Hautstruktur und erweiterten Poren verwendet. Wegen der Empfindlichkeit gegenüber Licht ist bei diesen Präparaten konsequenter Sonnenschutz nach der Sitzung besonders wichtig.

Welche Gruppe gewählt wird, hängt vom Befund ab. Häufig werden Wirkstoffe auch kombiniert oder über den Behandlungsverlauf gewechselt, weil sich der Bedarf der Haut im Laufe einer Serie verändert.

In welchen Fällen werden sie bevorzugt?

Anti-Aging-Injektionen kommen dann in Betracht, wenn die Hautoberfläche selbst das Thema ist und nicht die Gesichtsform. Typische Anlässe sind:

  • Trockene, spannende Haut, die auf Pflegeprodukte allein nicht ausreichend anspricht
  • Feine Linien, die durch Feuchtigkeitsmangel deutlicher hervortreten
  • Fahler, glanzloser Teint nach Belastung durch Sonne, Rauch oder Schlafmangel
  • Beginnender Elastizitätsverlust an Hals, Dekolleté und Handrücken
  • Unregelmäßige Hautstruktur und ein müde wirkendes Erscheinungsbild
  • Vorbereitung der Haut vor oder Begleitung nach anderen Behandlungen

Bei ausgeprägter Erschlaffung, deutlichem Volumenverlust an Wangen oder Schläfen oder tiefen Falten sind Injektionen dieser Art nicht das passende Verfahren. In solchen Fällen werden im Beratungsgespräch andere Ansätze besprochen.

Wie läuft die Anwendung ab?

Beratung und Hautanalyse. Hauttyp, Hautzustand, Vorbehandlungen, bestehende Erkrankungen und eingenommene Medikamente werden erfasst. Daraus ergibt sich, welcher Wirkstoff, welche Injektionstiefe und wie viele Sitzungen sinnvoll sind.

Reinigung und Desinfektion. Make-up, Sonnenschutz und Talg werden entfernt, das Areal wird desinfiziert. Auf Wunsch wird eine betäubende Creme aufgetragen und wirkt etwa 20 bis 30 Minuten ein.

Injektion. Der Wirkstoff wird in vielen kleinen Depots oder mit einer Kanüle flächig verteilt. Für das Gesicht dauert dieser Teil je nach Areal ungefähr 15 bis 30 Minuten. Die meisten Behandelten beschreiben ein kurzes Piksen.

Nachsorge. Ein beruhigendes Präparat und Sonnenschutz werden aufgetragen. Kleine Quaddeln an den Einstichstellen sind normal und bilden sich in der Regel innerhalb weniger Stunden zurück. Der Alltag kann direkt danach fortgesetzt werden.

Üblich ist eine Serie von mehreren Sitzungen in Abständen von zwei bis vier Wochen, gefolgt von größeren Erhaltungsabständen. Der genaue Plan wird individuell festgelegt.

Worauf ist danach zu achten?

  • Am Behandlungstag kein Make-up auf den Einstichstellen
  • Für 24 Stunden auf Sport, Sauna, Dampfbad und heiße Bäder verzichten
  • Die Haut nicht kräftig reiben oder massieren
  • Für einige Tage keine Peelings und keine säurehaltigen Pflegeprodukte
  • Konsequenter Sonnenschutz, besonders nach Vitamin-A-haltigen Präparaten

Für wen ist die Behandlung nicht geeignet?

Nicht jede Person kommt für Anti-Aging-Injektionen in Frage. Zurückgestellt oder abgeraten wird unter anderem bei:

  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Aktiven Hautinfektionen, entzündeten Läsionen oder offenen Wunden im Behandlungsareal
  • Bekannter Überempfindlichkeit gegenüber einem der Bestandteile – bei Polynukleotiden auch gegenüber Fisch
  • Blutgerinnungsstörungen oder gerinnungshemmender Medikation ohne ärztliche Abklärung
  • Neigung zu Keloiden oder überschießender Narbenbildung
  • Autoimmunerkrankungen im aktiven Schub
  • Alter unter 18 Jahren

Bitte teilen Sie vor der Sitzung alle eingenommenen Medikamente, bekannte Allergien und kürzlich durchgeführte Hautbehandlungen mit. Ob die Anwendung für Sie geeignet ist, wird ausschließlich im persönlichen Gespräch und nach ärztlicher Untersuchung entschieden.

Wann werden Ergebnisse sichtbar?

Der Effekt baut sich schrittweise auf. Am schnellsten zeigt sich die Wirkung auf den Feuchtigkeitshaushalt: Die Haut fühlt sich oft schon in den ersten Tagen nach der Sitzung weicher und praller an, weil die eingebrachte Hyaluronsäure Wasser bindet.

Veränderungen an Struktur und Elastizität brauchen länger, da sie an Umbauvorgänge im Bindegewebe gebunden sind. Diese Prozesse laufen über Wochen ab, weshalb der Unterschied meist erst gegen Ende einer Serie und in den Wochen danach deutlicher wird.

Wie ausgeprägt und wie dauerhaft die Veränderung ausfällt, hängt von Alter, Hautzustand, Sonnenexposition, Rauchen, Ernährung und Schlaf ab. Da die Wirkstoffe im Körper abgebaut werden, ist der Effekt nicht dauerhaft; Erhaltungssitzungen halten das erreichte Niveau. Ein bestimmtes Ergebnis lässt sich nicht zusichern.

Kombination mit anderen Anwendungen

Anti-Aging-Injektionen lassen sich gut mit anderen Behandlungen der Hauterneuerung abstimmen. Häufig werden sie im Anschluss an eine Dermapen-Sitzung eingesetzt, um die Regenerationsphase zu begleiten, oder zeitversetzt zu Verfahren wie HIFU geplant, die auf tiefere Gewebeschichten zielen.

Zwischen Verfahren, die dasselbe Areal beanspruchen, sind Abstände sinnvoll. Die Reihenfolge und die Intervalle werden bei der Planung festgelegt, damit sich die Anwendungen ergänzen und die Haut zwischen den Terminen ausreichend Zeit zur Erholung hat.

Häufig gestellte Fragen

Ist die Behandlung schmerzhaft?
Die Nadeln sind sehr fein, spürbar ist meist ein kurzes Piksen. Auf Wunsch wird vorher eine betäubende Creme aufgetragen, die das Empfinden deutlich reduziert.
Wie viele Sitzungen sind üblich?
In der Regel wird eine Serie von mehreren Sitzungen im Abstand von zwei bis vier Wochen geplant. Die genaue Anzahl richtet sich nach Hautzustand und gewähltem Wirkstoff und wird bei der Beratung festgelegt.
Wie unterscheiden sich diese Injektionen von Fillern?
Filler ersetzen Volumen und formen Konturen. Anti-Aging-Injektionen verändern die Gesichtsform nicht, sondern zielen auf Feuchtigkeit und Beschaffenheit der Haut.
Kann ich danach direkt wieder arbeiten?
Ja. Es ist keine Ausfallzeit erforderlich. Kleine Rötungen oder Quaddeln an den Einstichstellen können kurzzeitig sichtbar sein und klingen meist innerhalb von Stunden ab.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Vorübergehend können Rötung, leichte Schwellung, Druckempfindlichkeit oder kleine Blutergüsse auftreten. Sie bilden sich in der Regel innerhalb weniger Tage zurück. Bei anhaltenden oder zunehmenden Beschwerden sollte die Klinik kontaktiert werden.
Sind auch Hals, Dekolleté und Hände behandelbar?
Ja, diese Areale werden häufig mitbehandelt, da sie stark der Sonne ausgesetzt sind und früh Trockenheit und Elastizitätsverlust zeigen.
Ab welchem Alter ist die Anwendung sinnvoll?
Eine feste Altersgrenze nach oben oder unten gibt es nicht; entscheidend ist der Hautzustand. Bei Personen unter 18 Jahren wird die Behandlung nicht durchgeführt.