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Özel Zen Poliklinik

Haartransplantation

DHI Haartransplantation

Ein Verfahren, bei dem die entnommenen Haarwurzeln mit einem Implantationsstift direkt in die Kopfhaut eingesetzt werden – ohne einen getrennten Arbeitsschritt zur Kanalöffnung.

DHI Haartransplantation in der Zen Poliklinik

Was ist die DHI-Haartransplantation?

DHI steht für Direct Hair Implantation, also die direkte Haarimplantation. Wie bei allen modernen Verfahren werden die Haarwurzeln zunächst einzeln aus dem Spenderbereich am Hinterkopf entnommen. Der Unterschied liegt im zweiten Teil des Eingriffs: Die Transplantate werden mit einem stiftförmigen Instrument in einem Zug in die Kopfhaut eingebracht, statt vorher angelegte Kanäle zu befüllen.

Der Spenderbereich am Hinterkopf ist genetisch weitgehend unempfindlich gegenüber dem Hormon DHT, das den androgenetischen Haarausfall auslöst. Die dort entnommenen Follikel behalten diese Eigenschaft auch nach der Verpflanzung – das ist die biologische Grundlage jeder Haartransplantation, unabhängig von der eingesetzten Technik.

In der Zen Poliklinik wird die Methode nicht pauschal gewählt, sondern nach einer Untersuchung des Haarausfallmusters, der Spenderdichte und der Größe des zu deckenden Areals festgelegt.

Einsetzen der Transplantate mit dem Implantationsstift
Beim DHI-Verfahren fallen Kanalöffnung und Platzierung der Haarwurzel in einem Arbeitsschritt zusammen.

Der Choi-Implantationsstift

Das zentrale Instrument der Methode ist der Choi-Stift: ein dünner, hohler Zylinder mit angeschliffener Spitze. Die Haarwurzel wird in die Hohlnadel geladen; beim Einstich öffnet die Spitze den Kanal, und ein Druck auf den Kolben schiebt das Transplantat in derselben Bewegung an seinen Platz.

Die Stifte gibt es in verschiedenen Innendurchmessern. Feines Haar und einzelne Follikel erfordern engere Nadeln, kräftige Mehrfachtransplantate weitere. Die Auswahl passender Stiftgrößen gehört deshalb zur Planung des Eingriffs.

Weil die Einstichrichtung und der Winkel bei jedem einzelnen Transplantat neu bestimmt werden, lässt sich die natürliche Wuchsrichtung des Haares gut nachbilden. Das ist vor allem an der vorderen Haarlinie und in Wirbelbereichen von Bedeutung.

Worin unterscheidet sich DHI von FUE?

Die Entnahme ist bei beiden Verfahren dieselbe: Follikuläre Einheiten werden einzeln mit einer Mikrostanze aus dem Spenderbereich gelöst. Unterschiede entstehen erst danach.

Arbeitsschritte. Bei der klassischen FUE-Haartransplantation werden zuerst alle Kanäle geöffnet und die Transplantate anschließend eingesetzt. Bei DHI fallen diese beiden Schritte zusammen.

Zeit außerhalb des Gewebes. Weil das Einsetzen unmittelbar auf die Entnahme folgen kann, verkürzt sich die Zeitspanne, in der die Follikel in der Aufbewahrungslösung liegen. Kürzere Zwischenlagerung gilt als günstig für die Vitalität der Wurzeln.

Dichte und Areal. DHI erlaubt ein dichtes Setzen auf begrenzter Fläche, ist aber zeitaufwendiger pro Transplantat. Bei sehr großen kahlen Arealen wird deshalb häufig FUE oder eine Kombination beider Techniken bevorzugt.

Rasur. Da keine flächige Kanalöffnung nötig ist, lässt sich DHI in geeigneten Fällen auch ohne vollständige Rasur des Empfängerbereichs durchführen. Ob das im Einzelfall möglich ist, hängt von Haarlänge, Dichte und Größe des Areals ab.

Wie läuft der Eingriff ab?

Voruntersuchung. Haarausfallmuster, Spenderdichte, Vorerkrankungen und eingenommene Medikamente werden erfasst. Übliche Blutwerte werden vor dem Eingriff kontrolliert.

Planung der Haarlinie. Der Verlauf der vorderen Linie wird gemeinsam angezeichnet – orientiert an Gesichtsproportionen, Stirnmuskulatur und dem zu erwartenden weiteren Verlauf des Haarausfalls.

Betäubung. Der Eingriff erfolgt in örtlicher Betäubung, auf Wunsch mit Sedierung. Während der Sitzung ist der Bereich schmerzfrei.

Entnahme. Die follikulären Einheiten werden einzeln aus dem Spenderbereich gelöst und unter Vergrößerung sortiert.

Implantation. Die Transplantate werden in die Choi-Stifte geladen und in der geplanten Richtung und Dichte gesetzt. Je nach Anzahl der Transplantate dauert eine Sitzung etwa sechs bis acht Stunden, mit Pausen.

Nach der Sitzung. Der Spenderbereich wird verbunden, das Verhalten in den ersten Tagen wird besprochen. Die erste Haarwäsche findet in der Regel unter Anleitung in der Klinik statt.

Für wen ist das Verfahren nicht geeignet?

Nicht jeder Haarausfall lässt sich mit einer Transplantation sinnvoll behandeln. Zurückhaltung oder eine vorherige Abklärung ist geboten bei:

  • unzureichender Dichte im Spenderbereich im Verhältnis zur kahlen Fläche
  • diffusem, noch aktivem Haarausfall ohne stabiles Muster
  • vernarbenden Formen des Haarausfalls und aktiven entzündlichen Erkrankungen der Kopfhaut
  • nicht eingestellten Grunderkrankungen, etwa Diabetes oder Gerinnungsstörungen
  • Einnahme blutverdünnender Medikamente ohne ärztliche Abstimmung
  • sehr jungem Alter, solange sich das Ausfallmuster noch verändert
  • Neigung zu wulstiger Narbenbildung

Teilen Sie vor dem Eingriff alle eingenommenen Medikamente, bekannte Allergien und bestehende Erkrankungen mit. Manche Präparate müssen im Vorfeld pausiert werden – das entscheidet die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt.

Wann sind Ergebnisse sichtbar?

Der Verlauf folgt dem natürlichen Haarzyklus und lässt sich nicht beschleunigen. In den ersten Tagen bilden sich kleine Krusten an den Einstichstellen, die innerhalb etwa einer Woche abfallen. Schwellungen im Stirnbereich sind in den ersten Tagen möglich und bilden sich zurück.

Zwischen der zweiten und achten Woche fallen die transplantierten Haarschäfte häufig aus. Dieser sogenannte Schockverlust ist ein erwarteter Teil des Verlaufs – die Wurzel bleibt im Gewebe und geht in eine Ruhephase über.

Ab etwa dem dritten bis vierten Monat beginnt der Neuwuchs. Die ersten Haare sind zunächst dünn und hell; sie werden über die folgenden Monate kräftiger. Nach etwa acht bis zwölf Monaten lässt sich das Bild gut beurteilen, die endgültige Struktur zeigt sich meist im Verlauf des zweiten Jahres.

Wie dicht das Ergebnis ausfällt, hängt von der verfügbaren Spenderkapazität, der Größe des Areals und individuellen Heilungsfaktoren ab. Eine bestimmte Anwuchsrate lässt sich im Voraus nicht zusichern.

Kombination mit anderen Anwendungen

Eine Transplantation verdichtet den behandelten Bereich, hält aber den fortschreitenden Ausfall des vorhandenen Eigenhaars nicht auf. Deshalb wird sie häufig mit unterstützenden Anwendungen zur Kopfhaut kombiniert.

Die Haar-Mesotherapie und der Haar Growth Faktor werden zur Unterstützung der Kopfhaut eingesetzt und in der Nachsorge zeitlich abgestimmt geplant. Wer eine großflächige Deckung benötigt, wird häufig auf Soft FUE oder eine Kombination der Techniken hingewiesen. Welche Reihenfolge sinnvoll ist, wird in der Voruntersuchung besprochen.

Hygiene und Vorbereitung des Eingriffsraums

Die DHI-Haartransplantation ist ein steriler Eingriff. Einweginstrumente werden je Patient neu verwendet, wiederverwendbare Instrumente durchlaufen ein festgelegtes Aufbereitungsverfahren. Der Eingriffsraum wird zwischen den Sitzungen desinfiziert und die Abläufe regelmäßig kontrolliert.

Häufig gestellte Fragen

Ist die DHI-Haartransplantation schmerzhaft?
Der Eingriff selbst erfolgt in örtlicher Betäubung und ist schmerzfrei. Als unangenehm wird meist nur das Setzen der Betäubung empfunden. In den ersten Tagen danach kann ein Spannungsgefühl auftreten.
Wie lange dauert eine Sitzung?
Je nach Anzahl der Transplantate etwa sechs bis acht Stunden, unterbrochen von Pausen. Sehr große Areale werden gelegentlich auf zwei Termine verteilt.
Muss der Kopf rasiert werden?
Der Spenderbereich wird in der Regel gekürzt. Der Empfängerbereich kann in geeigneten Fällen unrasiert bleiben; ob das möglich ist, hängt von Haarlänge, Dichte und Größe der Fläche ab.
Wann kann ich wieder arbeiten?
Bürotätigkeiten sind meist nach wenigen Tagen wieder möglich. Sport, Schwitzen, Sauna, Solarium und direkte Sonne sollten mehrere Wochen gemieden werden – den genauen Zeitraum gibt die Nachsorge vor.
Fallen die transplantierten Haare wieder aus?
Die Haarschäfte fallen in den ersten Wochen häufig aus, die Wurzeln bleiben jedoch erhalten und treiben nach einigen Monaten neu aus. Das vorhandene Eigenhaar kann davon unabhängig weiter ausfallen.
Hinterlässt der Eingriff Narben?
Bei der Einzelentnahme entstehen im Spenderbereich punktförmige Spuren, die nach dem Nachwachsen des Haares in der Regel nicht auffallen. Eine linienförmige Narbe wie bei Streifenentnahme entsteht nicht.
Ist eine zweite Sitzung nötig?
Das hängt von der Größe des Areals, der Spenderkapazität und dem weiteren Verlauf des Haarausfalls ab. Beurteilt wird das frühestens nach etwa einem Jahr, wenn das Ergebnis der ersten Sitzung ausgereift ist.