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Özel Zen Poliklinik

Haartransplantation

Haarmesotherapie

Eine nicht-chirurgische Anwendung, bei der eine auf die Kopfhaut abgestimmte Wirkstoffmischung mit feinen Nadeln direkt in die oberflächliche Hautschicht eingebracht wird, um die Haarwurzeln zu versorgen und die Durchblutung anzuregen.

Haarmesotherapie in der Zen Poliklinik

Was ist die Haarmesotherapie und wie wirkt sie?

Die Haarmesotherapie ist eine Anwendung, bei der Vitamine, Mineralstoffe, Aminosäuren und weitere Wirkstoffe mit sehr feinen Nadeln in die oberen Schichten der Kopfhaut eingebracht werden. Die Mischung wird also nicht über den Blutkreislauf verteilt, sondern unmittelbar in der Umgebung der Haarwurzeln abgegeben.

Der Gedanke dahinter ist einfach: Nährstoffe, die den Haarfollikel über die Ernährung nur in begrenztem Umfang erreichen, werden lokal und in kleinen Mengen dort platziert, wo sie wirken sollen. Zusätzlich entsteht durch die Einstiche selbst ein leichter Reiz, der die Durchblutung der Kopfhaut anregt.

Die Zusammensetzung wird individuell festgelegt. Häufig verwendete Bestandteile sind:

  • Aminosäuren als Bausteine des Keratins, aus dem der Haarschaft besteht.
  • B-Vitamine, Biotin und Coenzyme, die am Stoffwechsel der Haarwurzel beteiligt sind.
  • Spurenelemente wie Zink und Kupfer, die für Wachstum und Pigmentierung eine Rolle spielen.
  • Hyaluronsäure, wenn die Kopfhaut trocken ist oder zu Schuppung neigt.

Die Haarmesotherapie ist eine unterstützende Anwendung. Sie ersetzt weder die Abklärung der Ursache eines Haarausfalls noch eine gegebenenfalls erforderliche medikamentöse oder chirurgische Behandlung.

Anwendung der Haarmesotherapie auf der Kopfhaut
Die Wirkstoffmischung wird mit sehr feinen Nadeln oberflächlich in die Kopfhaut eingebracht.

In welchen Fällen wird sie bevorzugt?

Diffuser Haarausfall. Bei gleichmäßig über den Kopf verteiltem Haarverlust – etwa nach Eisen- oder Vitaminmangel, nach einer Erkrankung, nach einer Geburt oder in Belastungsphasen – wird die Mesotherapie begleitend eingesetzt, während die Ursache selbst behandelt wird.

Ausdünnendes, kraftloses Haar. Wenn die Haardichte abnimmt und die einzelnen Haare feiner werden, zielt die Anwendung darauf ab, die vorhandenen Follikel zu unterstützen.

Trockene oder schuppende Kopfhaut. Feuchtigkeitsbindende Bestandteile können den Zustand der Kopfhaut verbessern, was wiederum die Bedingungen für das Haarwachstum betrifft.

Vor und nach einer Haartransplantation. Im Vorfeld dient sie der Vorbereitung der Kopfhaut, im Anschluss – nach ärztlicher Freigabe und mit zeitlichem Abstand – der Unterstützung des vorhandenen Haares im Umfeld der transplantierten Bereiche.

Bei fortgeschrittenem androgenetischem Haarausfall mit bereits vernarbten, dauerhaft inaktiven Follikeln kann die Mesotherapie kein neues Haar hervorbringen. In diesen Fällen wird gemeinsam mit Ihnen besprochen, welche Verfahren infrage kommen.

Wie läuft die Behandlung ab?

Haaranalyse und Planung. Zunächst werden Kopfhaut und Haardichte beurteilt, die Krankengeschichte erhoben und – wenn nötig – Blutwerte herangezogen. Erst danach werden Zusammensetzung und Sitzungsabstand festgelegt.

Vorbereitung. Die Kopfhaut wird gereinigt und desinfiziert. Auf Wunsch kann eine oberflächlich wirkende Betäubungscreme aufgetragen werden.

Anwendung. Die Mischung wird in vielen kleinen Portionen über die betroffenen Areale verteilt eingebracht. Eine Sitzung dauert in der Regel etwa 20 bis 30 Minuten. Die meisten Menschen empfinden dabei ein kurzes Stechen oder Brennen.

Danach. Leichte Rötung, Druckempfindlichkeit oder kleine Quaddeln an den Einstichstellen sind üblich und klingen meist innerhalb eines Tages ab. Sie können den Alltag unmittelbar fortsetzen.

Üblich ist eine Serie von etwa sechs bis acht Sitzungen im Abstand von ein bis zwei Wochen. Danach werden je nach Verlauf größere Abstände gewählt. Der genaue Plan hängt vom Befund ab und wird bei jeder Sitzung überprüft.

Für wen ist sie nicht geeignet?

Die Haarmesotherapie gilt als risikoarm, ist aber nicht für jede Person geeignet:

  • Bei einer aktiven Infektion, Entzündung oder offenen Wunden auf der Kopfhaut
  • Bei bekannter Allergie gegen einen der Bestandteile der Mischung
  • In Schwangerschaft und Stillzeit
  • Bei Blutgerinnungsstörungen oder unter blutverdünnenden Medikamenten
  • Bei unbehandelten Hauterkrankungen im Anwendungsbereich, etwa ausgeprägter Schuppenflechte oder seborrhoischem Ekzem
  • Bei unkontrollierten Allgemeinerkrankungen oder geschwächter Immunabwehr

Teilen Sie vor der ersten Sitzung mit, welche Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel Sie einnehmen, ob Allergien bekannt sind und ob der Haarausfall bereits abgeklärt wurde. Ein plötzlicher oder fleckförmiger Haarverlust sollte zuerst ärztlich untersucht werden.

Wann werden Ergebnisse sichtbar?

Haar wächst in Zyklen, und diese Zyklen lassen sich nicht beschleunigen. Deshalb ist die Haarmesotherapie eine Anwendung mit zeitlich versetzter Wirkung: Veränderungen am Zustand der Kopfhaut – weniger Juckreiz, weniger Schuppung – werden häufig zuerst bemerkt.

Ein Rückgang des täglichen Haarverlusts wird meist erst nach mehreren Sitzungen beurteilbar. Veränderungen an Dicke und Dichte des Haares zeigen sich noch später, da nachwachsendes Haar Zeit braucht, um eine sichtbare Länge zu erreichen. Eine Beurteilung ist daher sinnvollerweise am Ende der Serie und nicht zwischendurch möglich.

Wie deutlich die Veränderung ausfällt, hängt von der Ursache des Haarausfalls, seiner Dauer und dem Zustand der Follikel ab und ist von Person zu Person unterschiedlich.

Kombination mit anderen Anwendungen

Die Haarmesotherapie wird häufig als Teil eines Gesamtplans eingesetzt. Je nach Befund kommen ergänzend Verfahren wie die Haar-Wachstumsfaktor-Behandlung oder Regenera Activa infrage. Besteht bereits ein deutlicher Dichteverlust in einem umschriebenen Bereich, wird zusätzlich besprochen, ob eine FUE-Haartransplantation sinnvoll ist.

Welche Kombination und welche Reihenfolge geeignet sind, wird nach der Haaranalyse festgelegt.

Häufig gestellte Fragen

Ist die Haarmesotherapie schmerzhaft?

Die Nadeln sind sehr fein und dringen nur oberflächlich ein. Die meisten Menschen beschreiben ein kurzes Stechen. Bei empfindlicher Kopfhaut kann vorab eine betäubende Creme aufgetragen werden.

Wie viele Sitzungen sind nötig?

Üblich ist eine Serie von etwa sechs bis acht Sitzungen im Abstand von ein bis zwei Wochen. Die endgültige Anzahl richtet sich nach dem Befund und dem Verlauf.

Wann darf ich die Haare wieder waschen?

In der Regel wird empfohlen, die Kopfhaut am Tag der Sitzung in Ruhe zu lassen und erst danach wieder zu waschen. Den genauen Zeitpunkt sowie Hinweise zu Färbemitteln und Stylingprodukten erhalten Sie nach der Anwendung.

Kann die Haarmesotherapie eine Haartransplantation ersetzen?

Nein. Sie unterstützt vorhandene Haarwurzeln, kann aber in Bereichen ohne aktive Follikel kein neues Haar entstehen lassen. Bei ausgeprägtem Dichteverlust werden andere Verfahren besprochen.

Ist die Anwendung auch für Frauen geeignet?

Ja, sie wird bei Frauen und Männern eingesetzt. Bei Frauen steht diffuser Haarausfall im Vordergrund, dessen Ursache – etwa Eisenmangel oder eine Schilddrüsenstörung – zuvor abgeklärt werden sollte.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Am häufigsten sind vorübergehende Rötung, Druckempfindlichkeit und kleine Quaddeln an den Einstichstellen. Seltener kommen kleine Blutergüsse vor. Anhaltende Beschwerden sollten in der Klinik vorgestellt werden.

Muss ich vorher etwas beachten?

Kommen Sie möglichst ohne Stylingprodukte auf der Kopfhaut. Auf Alkohol kurz vor und nach der Sitzung sollte verzichtet werden. Blutverdünnende Medikamente bitte vorab angeben.