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Özel Zen Poliklinik

Haartransplantation

Haartransplantation & begleitende Haarbehandlungen

Mesotherapie und Growth-Faktor-Anwendungen unterstützen die Kopfhaut vor und nach einer Haartransplantation – und kommen auch dann infrage, wenn noch kein Eingriff geplant ist.

Haarbehandlung in der Zen Poliklinik

Was sind begleitende Haarbehandlungen?

Eine Haartransplantation verlegt Haarwurzeln aus einem genetisch widerstandsfähigen Spenderbereich – meist dem Hinterkopf – in ausgedünnte Zonen. Der Eingriff verändert jedoch nicht den Zustand der übrigen Kopfhaut. Das Haar, das nicht verpflanzt wurde, unterliegt weiterhin denselben Einflüssen wie zuvor: hormonelle Faktoren, Durchblutung, Nährstoffversorgung und der Zustand der Haarfollikel.

Genau hier setzen begleitende Behandlungen an. Sie zielen nicht auf die verpflanzten Grafts, sondern auf das Umfeld, in dem diese anwachsen sollen, und auf das vorhandene, geschwächte Haar. In der Zen Poliklinik werden dafür vor allem zwei Anwendungen eingesetzt:

Beide Verfahren arbeiten oberflächlich und ohne Schnitt. Der gemeinsame Gedanke ist, die Kopfhaut besser zu durchbluten, den Follikel mit den Bausteinen zu versorgen, die er für die Wachstumsphase benötigt, und den Übergang in die Ruhephase hinauszuzögern.

Anwendung der Haarmesotherapie an der Kopfhaut
Die Wirkstoffe werden flächig und oberflächlich in die Kopfhaut eingebracht; die Sitzung dauert in der Regel nur wenige Minuten.

In welchen Situationen kommen sie infrage?

Vor einer geplanten Haartransplantation. Eine gut durchblutete, reizfreie Kopfhaut bietet dem verpflanzten Graft bessere Bedingungen. Wenn zwischen Beratung und Eingriff ohnehin einige Wochen liegen, kann diese Zeit für eine Vorbereitung der Kopfhaut genutzt werden.

Nach dem Eingriff. Sobald die Kopfhaut abgeheilt ist und der behandelnde Arzt zustimmt, können begleitende Anwendungen die Regeneration unterstützen. Sie richten sich dabei besonders an das nicht transplantierte Haar zwischen den neuen Grafts, das häufig weiterhin dünner wird.

Bei beginnendem Haarausfall ohne geplanten Eingriff. Nicht jeder Haarausfall erfordert eine Transplantation. Wenn die Follikel noch aktiv sind und das Haar lediglich feiner und kraftloser wird, sind unterstützende Behandlungen häufig der erste Schritt.

Bei diffusem Haarausfall. Stress, Eisen- oder Vitaminmangel, Schilddrüsenerkrankungen, Ernährungsumstellungen und die Zeit nach einer Schwangerschaft können zu vermehrtem Haarverlust führen. Hier steht zunächst die Abklärung der Ursache im Vordergrund; die Behandlung der Kopfhaut ergänzt sie.

Bei kraftlosem, brüchigem Haar. Auch ohne ausgeprägten Haarausfall kann die Haarstruktur leiden. Ziel ist dann nicht neues Haarwachstum, sondern eine bessere Versorgung des vorhandenen Haars.

Wie läuft eine Behandlung ab?

Untersuchung und Planung. Am Anfang stehen die Beurteilung der Kopfhaut, das Muster des Haarausfalls und die Krankengeschichte. Vorerkrankungen, eingenommene Medikamente und – wo sinnvoll – Blutwerte fließen in die Entscheidung ein, welche Anwendung geeignet ist und in welchem Abstand sie wiederholt wird.

Vorbereitung. Die Kopfhaut wird gereinigt und desinfiziert. Auf Wunsch kann eine betäubende Creme aufgetragen werden; viele Patientinnen und Patienten verzichten darauf, weil die Anwendung als gut erträglich beschrieben wird.

Anwendung. Der Wirkstoff wird in kleinen Mengen über den behandelten Bereich verteilt. Die eigentliche Sitzung dauert meist zwischen zehn und zwanzig Minuten.

Danach. Es ist keine Ausfallzeit erforderlich. Für den Rest des Tages sollten Haarwäsche, Sauna, Schwimmbad, intensiver Sport und direkte Sonneneinstrahlung vermieden werden. Eine leichte Rötung oder Druckempfindlichkeit der Kopfhaut ist normal und klingt in der Regel innerhalb eines Tages ab.

Wiederholung. Diese Anwendungen wirken kumulativ. Sie werden deshalb als Kur über mehrere Sitzungen in festen Abständen geplant, nicht als einmalige Behandlung.

Für wen sind sie nicht geeignet?

Es handelt sich um risikoarme Anwendungen, dennoch sind sie nicht für alle Personen vorgesehen:

  • Bei aktiver Infektion, Ekzem oder offener Wunde im Behandlungsbereich
  • Bei Blutgerinnungsstörungen oder unter blutverdünnender Medikation
  • Bei bekannter Allergie gegen einen der eingesetzten Bestandteile
  • Während Schwangerschaft und Stillzeit
  • Bei unbehandelten Erkrankungen der Kopfhaut, die zuerst dermatologisch abgeklärt werden sollten
  • Bei vernarbendem Haarausfall, bei dem der Follikel nicht mehr vorhanden ist

Bitte teilen Sie vor der Sitzung mit, welche Medikamente Sie einnehmen und ob eine Haartransplantation vorausgegangen ist. Nach einem Eingriff bestimmt der Heilungsverlauf, ab wann eine begleitende Behandlung sinnvoll ist.

Wann werden Ergebnisse sichtbar?

Haar wächst langsam und in Zyklen, deshalb braucht jede Beurteilung Geduld. In den ersten Wochen berichten viele zunächst über weniger Haarverlust beim Waschen und Kämmen – das ist die früheste wahrnehmbare Veränderung.

Eine sichtbare Veränderung von Haarstruktur und Dichte setzt später ein. Da ein Haarzyklus mehrere Monate umfasst, wird das Ergebnis einer Kur üblicherweise erst nach etwa drei bis sechs Monaten sinnvoll beurteilt. Nach einer Haartransplantation überlagern sich beide Verläufe: Die verpflanzten Haare durchlaufen ihren eigenen Zeitplan, während die begleitende Behandlung das umgebende Haar betrifft.

Das Ergebnis ist nicht dauerhaft festgeschrieben. Da die zugrunde liegenden Ursachen des Haarausfalls fortbestehen, werden solche Kuren in der Regel in wiederkehrenden Abständen geplant.

Kombination mit anderen Anwendungen

Mesotherapie und Growth-Faktor-Anwendungen schließen einander nicht aus – sie werden häufig nacheinander oder abwechselnd in einem Behandlungsplan eingesetzt, weil sie unterschiedliche Ansatzpunkte haben. Die Haar Mesotherapie steht dabei eher für die Nährstoffversorgung der Kopfhaut, der Haar Growth Faktor eher für die Anregung der Follikelaktivität.

Welche Kombination und welche Reihenfolge im Einzelfall sinnvoll ist, hängt vom Befund der Kopfhaut, vom Muster des Haarausfalls und davon ab, ob eine Haartransplantation geplant oder bereits erfolgt ist. Diese Einordnung erfolgt im Rahmen der ärztlichen Untersuchung.

Häufig gestellte Fragen

Ersetzen diese Behandlungen eine Haartransplantation?
Nein. Wo der Haarfollikel nicht mehr vorhanden ist, kann keine Anwendung neues Haar entstehen lassen. Begleitende Behandlungen richten sich an vorhandene, geschwächte Follikel.
Ist die Anwendung schmerzhaft?
Es werden sehr feine Nadeln verwendet und nur oberflächlich gearbeitet. Die meisten beschreiben ein kurzes Stechen. Bei empfindlicher Kopfhaut kann vorab eine betäubende Creme aufgetragen werden.
Wie viele Sitzungen sind vorgesehen?
Die Anwendungen wirken kumulativ und werden als Kur über mehrere Sitzungen geplant. Anzahl und Abstand richten sich nach dem Befund und werden bei der Untersuchung festgelegt.
Wann darf nach einer Haartransplantation behandelt werden?
Erst nach vollständiger Abheilung der Kopfhaut und nach Freigabe durch den behandelnden Arzt. Der Zeitpunkt hängt vom individuellen Heilungsverlauf ab.
Darf ich am selben Tag die Haare waschen?
Nein. Haarwäsche, Sauna, Schwimmbad und intensiver Sport sollten für den Rest des Tages ausgesetzt werden.
Sind Nebenwirkungen bekannt?
Bei geeigneten Personen sind vor allem vorübergehende Reaktionen beschrieben: leichte Rötung, Druckempfindlichkeit oder kleine Einstichstellen, die üblicherweise innerhalb eines Tages abklingen.