Klinische Anwendungen, die den Feuchtigkeitshaushalt, die Porenstruktur und die Erneuerungsrate der Haut ansprechen. Welches Verfahren infrage kommt, ergibt sich aus der Hautbeurteilung vor der Sitzung.

Bei Hautpflege denken die meisten an die tägliche Abfolge zu Hause: reinigen, Tonic auftragen, eincremen. Klinische Hautpflege übernimmt eine andere Aufgabe. Hier werden Wirkstoffe und Geräte in einer Konzentration und Intensität eingesetzt, die die Barrierefunktion, die Talgproduktion und die Zellerneuerung der Haut unmittelbar beeinflussen – unter kontrollierten Bedingungen und nach einer vorherigen Beurteilung.
Der Unterschied liegt in der Dosierung und der Kontrolle. Produkte für den Hausgebrauch enthalten Wirkstoffe in einer Konzentration, die für die tägliche Anwendung gedacht ist. Die in der Klinik verwendeten Säuremischungen, mechanischen Reinigungsaufsätze oder mikronadelbasierten Systeme greifen dagegen messbar in die oberen Hautschichten ein. Deshalb müssen Hauttyp, aktuelles Anliegen und eingenommene Medikamente vorher bekannt sein.
Diese Seite ist die Übersicht über die Hautpflegeverfahren, die in der Zen Poliklinik angeboten werden. Jedes Verfahren beantwortet eine andere Fragestellung; welches für Sie das richtige ist, klärt sich in einem Gespräch nach der Hautbeurteilung.
Der erste Schritt zur richtigen Auswahl ist eine genaue Beschreibung des aktuellen Hautzustands. In der Beurteilung wird üblicherweise auf folgende Punkte geachtet:

Die Einzelheiten jeder Anwendung stehen auf der jeweils eigenen Seite. Die folgenden kurzen Beschreibungen sollen Ihnen helfen zu entscheiden, welche Seite für Sie relevant ist.
Medizinische HautpflegeDie klinische Basispflege: gründliche Tiefenreinigung, Entleerung verstopfter Poren und anschließende Feuchtigkeits- und Pflegeschritte, als auf die Haut abgestimmter Sitzungsablauf statt eines einzelnen Geräts.Zum Ablauf →
HydrafacialEine gerätegestützte Pflege, die Reinigung, Peeling und Serumaufnahme mit einem vakuumbasierten Aufsatz in einer Sitzung verbindet – oft gewählt bei verstopften Poren und fahlem Teint.Mehr erfahren →
Genosys HautpflegeEin Ansatz mit eigenem Pflegeproduktsystem, eingesetzt zusammen mit Anwendungen, die feine Kanäle in der Hautoberfläche anlegen – bei ungleichmäßigem Hautton und nachlassender Hautstruktur.Zum Verfahren →
Pumpkin PeelEin Peeling, das den Enzym- und Säuregehalt des Kürbisextrakts nutzt: eine enzymatische Option bei Ansammlung abgestorbener Hautzellen, mattem Teint und leichten Unregelmäßigkeiten.Details ansehen →
LED-MaskeDie Anwendung von Licht unterschiedlicher Wellenlängen auf der Haut, ohne Wärme und ohne Abtragung – meist ergänzend im Anschluss an andere Anwendungen zur Beruhigung und Regeneration.Wellenlängen ansehen →Verstopfte Poren und ein matter Teint sprechen für Anwendungen mit Schwerpunkt Tiefenreinigung; Hydrafacial und die medizinische Hautpflege gehören in diese Gruppe.
Eine raue Oberfläche mit sichtbarer Ansammlung abgestorbener Zellen führt eher zu enzym- und säurebasierten Peeling-Optionen.
Empfindliche, schnell gerötete Haut wird zunächst mit nicht abtragenden, beruhigenden Anwendungen behandelt; die Intensität wird je nach Reaktion der Haut schrittweise erhöht.
Steht die Struktur und der Hautton im Vordergrund, wird statt einer einzelnen Sitzung ein Programm über mehrere Termine aufgebaut.
Diese Zuordnungen sind keine feste Einteilung, sondern ein Rahmen zur Orientierung. Dasselbe Anliegen kann bei unterschiedlicher Haut ein anderes Verfahren erfordern.
Beurteilung. Hauttyp, Beschwerden, frühere Anwendungen und die verwendeten Produkte werden besprochen. Wird dieser Schritt übersprungen, lässt sich nicht sagen, ob eine Anwendung für die Haut geeignet ist.
Auswahl des Verfahrens. Je nach vorrangigem Ziel wird eine einzelne Anwendung oder ein Programm aus mehreren aufeinander folgenden Anwendungen festgelegt.
Durchführung. Die Dauer richtet sich nach dem Verfahren; die meisten Pflegeanwendungen liegen zwischen 30 und 60 Minuten.
Nachsorge und Kontrolle. Nach der Sitzung werden Hinweise zur Feuchtigkeitspflege und zum Sonnenschutz gegeben. Zeitpunkt und Intensität der nächsten Sitzung richten sich danach, wie die Haut reagiert hat.
Die meisten klinischen Hautpflegeanwendungen sind risikoarm, in bestimmten Situationen müssen sie jedoch verschoben oder ganz unterlassen werden:
Teilen Sie vor der Sitzung mit, welche Medikamente und Hautpflegeprodukte Sie verwenden und ob Allergien bekannt sind. Nennen Sie auch kürzlich durchgeführte Behandlungen; unter Umständen ist eine Wartezeit einzuhalten.
Bei reinigungsbetonten Anwendungen wirkt die Haut meist schon am selben Tag frischer und glatter. Dieser Effekt hält einige Tage an und ist mit einer einzelnen Sitzung nicht dauerhaft.
Veränderungen an Hautstruktur, Hautton und Porenbild entwickeln sich dagegen kumulativ. Sie schreiten über die in festen Abständen wiederholten Sitzungen hinweg schrittweise voran und lassen sich in der Regel ab der Mitte einer Serie beurteilen.
Wie lange ein Ergebnis erhalten bleibt, hängt maßgeblich von der Pflege zu Hause ab. Regelmäßiger Sonnenschutz sowie ein zum Hauttyp passender Reiniger und eine passende Feuchtigkeitspflege beeinflussen die Dauer des in der Klinik erreichten Effekts unmittelbar.
Hautpflegeanwendungen werden häufig nicht einzeln, sondern einander ergänzend geplant. Nach einer reinigungsbetonten Anwendung einen beruhigenden Schritt anzuschließen oder in der Zeit nach einem Peeling die Feuchtigkeitsversorgung zu unterstützen, sind übliche Kombinationen.
Nicht jede Anwendung lässt sich jedoch mit jeder anderen in derselben Sitzung verbinden. Mehrere abtragende Verfahren am selben Tag können die Haut übermäßig belasten. Reihenfolge und Abstände werden deshalb bei der Planung des Programms festgelegt.