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Özel Zen Poliklinik

Filler

Wangenknochen Filler

Eine Unterspritzung des Mittelgesichts, die verlorenes Volumen im Bereich der Jochbeine ersetzt und dem Gesicht seine Stützstruktur zurückgibt – ohne Operation, in einer ambulanten Sitzung.

Wangenknochen Filler Behandlung in der Zen Poliklinik

Was ist ein Wangenknochen Filler und wie wirkt er?

Der Wangenknochen Filler – auch Jochbein- oder Mittelgesichtsunterspritzung genannt – ist eine nicht-chirurgische Behandlung, bei der ein Dermalfiller in die tieferen Gewebeschichten über dem Jochbein eingebracht wird. Ziel ist es, die verlorene Projektion des Mittelgesichts wiederherzustellen und dem darüber liegenden Gewebe wieder Halt zu geben.

Das Mittelgesicht verändert sich im Laufe der Jahre auf mehreren Ebenen gleichzeitig. Die subkutanen Fettkompartimente, die in jungen Jahren für die runde Fülle der Wange sorgen, verlieren an Volumen und wandern durch die Schwerkraft nach unten. Parallel dazu bildet sich die knöcherne Struktur zurück, sodass das Jochbein an Vorsprung verliert. Das Ergebnis ist ein Gesicht, das flacher und müder wirkt, obwohl die Haut selbst noch in gutem Zustand sein kann.

In den meisten Fällen wird ein vernetztes Hyaluronsäure-Präparat verwendet. Hyaluronsäure ist ein körpereigenes Molekül, das Wasser bindet; in vernetzter Form ist sie fester und dient als Volumengeber mit Stützwirkung. Für das Jochbein werden bewusst dichtere Präparate mit hoher Rückstellkraft gewählt, weil das Material hier nicht nur füllen, sondern auch tragen muss. Ein wesentlicher Vorteil: Hyaluronsäure-Filler sind bei Bedarf mit dem Enzym Hyaluronidase wieder auflösbar.

Unterspritzung im Bereich des Jochbeins mit einer stumpfen Kanüle
Im Mittelgesicht wird häufig mit einer stumpfen Kanüle gearbeitet, um die Gefäßstrukturen zu schonen.

In welchen Fällen wird die Behandlung gewählt?

Volumenverlust im Mittelgesicht. Die häufigste Indikation. Wenn die Wange abgeflacht ist und der Übergang zum Unterlid als Schatten sichtbar wird, gibt eine Unterspritzung des Jochbeins die Kontur zurück.

Abgesunkenes Gewebe und beginnende Nasolabialfalten. Eine tiefe Nasolabialfalte entsteht oft nicht an der Falte selbst, sondern durch das nach unten gewanderte Wangenvolumen. In solchen Fällen wird zuerst das Mittelgesicht behandelt; die Falte entspannt sich dadurch häufig mit. Eine ergänzende Unterspritzung der Nasolabialfalte wird erst danach beurteilt.

Von Natur aus flache Jochbeine. Nicht jede Indikation ist altersbedingt. Auch jüngere Personen mit anatomisch wenig ausgeprägten Wangenknochen können sich für eine dezente Konturierung entscheiden.

Asymmetrien. Leichte Seitenunterschiede des Gesichts lassen sich durch eine unterschiedlich dosierte Unterspritzung ausgleichen.

Schatten unter den Augen. Wenn der Übergang zwischen Unterlid und Wange eingesunken ist, kann eine Stütze auf dem Jochbein den Schatten mildern – teils als Alternative, teils als Vorbereitung zur Augenringe Unterspritzung.

Wie läuft die Behandlung ab?

Beratung und Analyse. Vor der Behandlung werden Gesichtsproportionen, Hautbeschaffenheit, Vorbehandlungen und Erwartungen besprochen. Auch Medikamente und Vorerkrankungen werden erfasst, da sie die Planung beeinflussen können.

Planung und Markierung. Die Einstichpunkte und die zu unterspritzenden Ebenen werden am aufrecht sitzenden Gesicht markiert, weil sich die Gewebeverteilung im Liegen verändert.

Reinigung und Betäubung. Die Haut wird desinfiziert. In der Regel genügt eine Betäubungscreme; viele Präparate enthalten zusätzlich ein Lokalanästhetikum. Bei Bedarf kann örtlich betäubt werden.

Unterspritzung. Das Material wird über eine feine Nadel oder eine stumpfe Kanüle eingebracht. Im Mittelgesicht wird häufig tief, direkt auf dem Knochen, gearbeitet – so entsteht eine Stütze statt einer oberflächlichen Auffüllung. Die Sitzung dauert meist etwa 30 bis 45 Minuten.

Kontrolle und Modellierung. Zwischendurch wird das Gesicht im Sitzen beurteilt und seitenvergleichend nachjustiert. Anschließend wird das Areal vorsichtig modelliert und gekühlt.

Worauf ist danach zu achten?

Die Behandlung erfordert keine Ausfallzeit; man kann den Tag normal fortsetzen. In den ersten Stunden sind kleine Einstichstellen, eine leichte Schwellung oder Druckempfindlichkeit üblich, gelegentlich auch ein kleiner Bluterguss. Diese Erscheinungen klingen in der Regel innerhalb weniger Tage ab.

Für die ersten ein bis zwei Tage wird empfohlen, auf starken Druck und Massage der behandelten Region zu verzichten, nicht auf dem Gesicht zu schlafen und intensiven Sport zu pausieren. Sauna, Solarium, sehr heißes Duschen und Alkohol sollten in den ersten Tagen gemieden werden, da sie Schwellungen verstärken können. Auf die Anwendung von Make-up wird am Behandlungstag verzichtet.

Für wen ist die Behandlung nicht geeignet?

  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Aktive Entzündungen, Infektionen oder Hautläsionen im Behandlungsareal
  • Bekannte Überempfindlichkeit gegen einen Bestandteil des Präparats
  • Blutgerinnungsstörungen oder eine laufende Behandlung mit blutverdünnenden Medikamenten
  • Aktive Autoimmun- oder schwere systemische Erkrankungen in instabiler Phase
  • Neigung zu Keloiden oder ausgeprägter Narbenbildung

Bitte teilen Sie vor der Sitzung mit, welche Medikamente Sie einnehmen, welche ästhetischen Behandlungen bereits durchgeführt wurden und ob in der Vergangenheit nicht abbaubare Füllmaterialien verwendet wurden. Diese Angaben sind für eine sichere Planung notwendig.

Wann sind die Ergebnisse sichtbar?

Ein Teil der Wirkung ist unmittelbar nach der Sitzung erkennbar, da das Volumen sofort vorhanden ist. Das Bild der ersten Tage ist allerdings von Schwellung mitgeprägt und entspricht noch nicht dem Endzustand.

Nach etwa zwei Wochen hat sich das Material im Gewebe gesetzt und die Schwellung ist abgeklungen; das Ergebnis wird in diesem Zeitraum ruhiger und natürlicher. Als Endergebnis wird üblicherweise der Befund nach zwei bis vier Wochen beurteilt. Eine Kontrolle in diesem Abstand ist sinnvoll, um zu entscheiden, ob eine kleine Ergänzung gewünscht ist.

Wie lange die Wirkung anhält, ist individuell verschieden und hängt vom verwendeten Präparat, der eingebrachten Menge, dem Stoffwechsel, dem Lebensstil und der Mimik ab. Bei Hyaluronsäure-Fillern im Mittelgesicht wird häufig ein Zeitraum von etwa zwölf Monaten angegeben, bei manchen Personen kürzer, bei anderen länger. Der Abbau erfolgt allmählich, nicht plötzlich.

Kombination mit anderen Behandlungen

Der Wangenknochen Filler wird selten isoliert betrachtet, da das Mittelgesicht die Ausgangsstruktur für die übrigen Gesichtsdrittel bildet. Häufig wird er im Rahmen eines Gesamtkonzepts mit einer Jawline-Konturierung oder einer Kinnkorrektur geplant, um die Gesichtsproportionen als Ganzes auszubalancieren. Auch das Auffüllen der Schläfen gehört in diesen Zusammenhang, wenn der obere Gesichtsbereich an Volumen verloren hat.

Mit Botulinumtoxin lässt sich die Behandlung gut kombinieren, da beide Verfahren unterschiedliche Ursachen adressieren: das eine Volumen, das andere die Muskelaktivität. Wenn zusätzlich die Hautqualität im Vordergrund steht, können hautverbessernde Verfahren wie Dermapen ergänzend geplant werden – üblicherweise in getrennten Sitzungen mit zeitlichem Abstand. Einen Überblick über die eingesetzten Materialien finden Sie auf der Seite zu Dermal Fillern.

Häufig gestellte Fragen

Ist die Behandlung schmerzhaft?

Sie wird meist als gut erträglich beschrieben. Eine Betäubungscreme und der im Präparat enthaltene Lokalanästhetikum-Anteil reduzieren das Empfinden deutlich; spürbar bleiben in der Regel ein kurzer Einstich und ein Druckgefühl.

Wie viel Material wird benötigt?

Das hängt vom Ausmaß des Volumenverlusts und vom gewünschten Ergebnis ab und wird individuell in der Beratung festgelegt. Häufig wird schrittweise vorgegangen und der Befund nach zwei Wochen erneut beurteilt.

Sieht das Ergebnis künstlich aus?

Ein unnatürlicher Eindruck entsteht vor allem durch zu große Mengen oder eine falsche Platzierung. Bei tiefer, an der Anatomie orientierter Technik und zurückhaltender Dosierung bleibt der Gesichtsausdruck erhalten.

Kann der Filler wieder entfernt werden?

Hyaluronsäure-basierte Präparate lassen sich mit dem Enzym Hyaluronidase auflösen. Das ist einer der Gründe, weshalb im Gesicht bevorzugt abbaubare Materialien verwendet werden.

Wann darf ich wieder Sport treiben?

Leichte Bewegung ist in der Regel schnell wieder möglich; intensives Training, Sauna und Hitzeanwendungen werden für die ersten Tage pausiert, da sie Schwellungen begünstigen.

Was passiert, wenn ich die Behandlung nicht wiederhole?

Das Material wird vom Körper allmählich abgebaut und das Gewebe kehrt schrittweise in den Ausgangszustand zurück. Ein plötzlicher Wechsel des Erscheinungsbildes tritt dabei nicht ein.

Kann ich die Behandlung mit anderen Verfahren am selben Tag kombinieren?

Manche Kombinationen sind in einer Sitzung möglich, andere werden bewusst zeitlich getrennt. Das wird im Rahmen der Behandlungsplanung individuell festgelegt.