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Özel Zen Poliklinik

Körperformung

Kryolipolyse (Kälte-Fettreduktion)

Ein nicht-operatives Verfahren, das hartnäckige Fettpolster durch kontrollierte Kälte behandelt – ohne Schnitt, ohne Narkose und ohne Ausfallzeit.

Kryolipolyse-Anwendung in der Zen Poliklinik

Was ist Kryolipolyse und wie wirkt sie?

Die Kryolipolyse – im Deutschen auch Kälte-Lipolyse oder Fett-weg-Kälte genannt – ist ein nicht-invasives Verfahren zur Behandlung lokal begrenzter Fettpolster. Das Prinzip beruht auf einer einfachen Beobachtung: Fettzellen reagieren empfindlicher auf Kälte als das umliegende Gewebe. Haut, Muskulatur, Nerven und Gefäße bleiben bei kontrollierter Kühlung unbeeinflusst, während die Fettzellen im behandelten Areal geschädigt werden.

Bei der Anwendung wird das Gewebe über einen definierten Zeitraum auf eine festgelegte Temperatur heruntergekühlt. Die betroffenen Fettzellen leiten daraufhin einen natürlichen Zelluntergang ein. Über die folgenden Wochen werden ihre Bestandteile vom Lymphsystem abtransportiert und über den Stoffwechsel ausgeschieden. Dieser Abbau erfolgt schrittweise – aus diesem Grund entfaltet sich das Ergebnis nicht sofort, sondern über einen Zeitraum von mehreren Wochen.

Wichtig zum Verständnis: Die Kryolipolyse ist keine Methode zur Gewichtsabnahme. Sie verändert die Kontur eines abgegrenzten Areals, nicht das Körpergewicht insgesamt. Sinnvoll ist sie bei Menschen mit weitgehend stabilem Gewicht, die einzelne Problemzonen stören, die auf Ernährung und Bewegung kaum reagieren.

Applikator der Kryolipolyse am Bauchbereich
Der Applikator zieht die Hautfalte an und kühlt das darunterliegende Fettgewebe kontrolliert ab.

In welchen Fällen wird die Kryolipolyse bevorzugt?

Abgegrenzte Fettdepots. Bauch, Flanken („Love Handles“), Innen- und Außenseite der Oberschenkel, Oberarme, Rücken und die Region unterhalb des Kinns gehören zu den Bereichen, die sich für die Behandlung eignen. Voraussetzung ist ein greifbares, in eine Falte hebbares Fettpolster.

Wunsch nach einem Verfahren ohne Operation. Da weder Schnitt noch Narkose erforderlich sind, kommt die Methode für Personen infrage, die einen chirurgischen Eingriff wie eine Fettabsaugung nicht in Betracht ziehen.

Kein zeitlicher Spielraum für eine Erholungsphase. Nach der Sitzung ist keine Ruhezeit nötig; der Alltag kann unmittelbar fortgesetzt werden.

Ergänzung zu Lebensstiländerungen. Bleiben nach Gewichtsreduktion und regelmäßiger Bewegung einzelne Areale zurück, kann die Kryolipolyse diese gezielt angehen. Sie ersetzt jedoch weder ausgewogene Ernährung noch körperliche Aktivität.

Nicht geeignet ist das Verfahren dagegen bei ausgeprägter Erschlaffung der Haut, bei viszeralem Bauchfett, das tief zwischen den Organen liegt, sowie bei ausgeprägtem Übergewicht. In solchen Fällen ist eine andere Behandlungsstrategie sinnvoller.

Wie läuft die Anwendung ab?

Beratung und Planung. Zunächst werden die Zielregion, die Beschaffenheit des Fettgewebes, der Hautzustand sowie Ihre Krankengeschichte und Ihre Medikamente erfasst. Danach wird festgelegt, welcher Applikator geeignet ist und wie viele Sitzungen realistisch sind.

Vorbereitung. Das Behandlungsareal wird markiert. Zum Schutz der Hautoberfläche wird eine spezielle Gelmembran aufgelegt, bevor der Applikator angesetzt wird.

Kühlphase. Der Applikator zieht die Hautfalte per Unterdruck an und kühlt das Gewebe kontrolliert ab. In den ersten Minuten entstehen ein deutliches Ziehen sowie ein Kältegefühl; sobald das Areal abgekühlt ist, lässt die Empfindung meist nach. Je nach Region dauert ein Zyklus in der Regel zwischen 35 und 60 Minuten. Lesen, Musikhören oder Ruhen ist während dieser Zeit möglich.

Nachbereitung. Nach dem Abnehmen des Applikators wird das Areal für einige Minuten massiert. Das behandelte Gewebe ist zunächst kühl, gerötet und fühlt sich fest an – ein vorübergehender Zustand. Anschließend können Sie die Praxis verlassen und Ihren Tag normal fortsetzen.

Für wen ist die Behandlung nicht geeignet?

Die Kryolipolyse gilt als risikoarmes Verfahren, ist aber nicht für jeden zulässig. Von der Anwendung abgesehen wird unter anderem bei:

  • Kälteassoziierten Erkrankungen wie Kryoglobulinämie, Kälteagglutinin-Krankheit oder paroxysmaler Kältehämoglobinurie
  • Ausgeprägtem Raynaud-Syndrom oder bekannter Kälteurtikaria
  • Hernien (Brüchen) im geplanten Behandlungsareal
  • Offenen Wunden, Ekzemen oder Infektionen der Haut im Zielbereich
  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Schweren Störungen der Wundheilung oder der Blutgerinnung

Bestehende Erkrankungen, Voroperationen im Behandlungsgebiet und alle regelmäßig eingenommenen Medikamente müssen vor der ersten Sitzung angegeben werden. Erst nach dieser Abklärung wird entschieden, ob die Anwendung für Sie infrage kommt.

Wann werden Ergebnisse sichtbar?

Der Abbau der geschädigten Fettzellen benötigt Zeit. Eine erste Veränderung der Kontur wird häufig ab der dritten bis vierten Woche wahrgenommen. Der Prozess setzt sich danach fort und ist üblicherweise nach etwa zwei bis drei Monaten abgeschlossen. Die endgültige Beurteilung erfolgt daher erst in diesem Zeitraum – nicht unmittelbar nach der Sitzung.

Wie viele Sitzungen sinnvoll sind, hängt von der Dicke des Fettpolsters, der Größe des Areals und dem angestrebten Ergebnis ab. Manche Regionen werden einmalig behandelt, bei anderen wird eine Wiederholung nach einem Abstand von mehreren Wochen eingeplant. Der Umfang der Veränderung ist individuell verschieden und lässt sich im Voraus nicht in Zahlen zusagen.

Die im behandelten Areal abgebauten Fettzellen bilden sich nicht neu. Die verbleibenden Fettzellen können jedoch bei Gewichtszunahme wieder an Volumen gewinnen. Ein stabiles Körpergewicht ist deshalb die Voraussetzung dafür, dass das erreichte Ergebnis erhalten bleibt.

Kombination mit anderen Anwendungen

Häufig wird die Kryolipolyse nicht isoliert, sondern als Teil eines auf die jeweilige Region abgestimmten Plans eingesetzt. Bei begleitender Hauterschlaffung wird eine straffende Anwendung wie Onda Coolwaves ergänzend erwogen. Steht die Muskelspannung im Vordergrund, kommt Schwarzy in Betracht. Für kleinere, schwer erreichbare Fettdepots kann die Injektionslipolyse eine Alternative sein, bei Cellulite die Cellulite-Mesotherapie.

Welche Kombination sinnvoll ist und in welcher Reihenfolge die Anwendungen erfolgen, wird in der Zen Poliklinik nach der Untersuchung des Areals festgelegt.

Häufig gestellte Fragen

Ist die Kryolipolyse schmerzhaft?
In den ersten Minuten werden ein starkes Ziehen durch den Unterdruck und ein ausgeprägtes Kältegefühl beschrieben. Sobald das Gewebe abgekühlt ist, wird das Areal taub und die Empfindung lässt in der Regel nach. Eine Betäubung ist nicht erforderlich.
Kann ich damit abnehmen?
Nein. Das Verfahren zielt auf die Kontur eines begrenzten Areals und nicht auf das Körpergewicht. Wer Gewicht reduzieren möchte, benötigt eine Ernährungs- und Bewegungsumstellung.
Welche Nebenwirkungen können auftreten?
Rötung, Schwellung, ein taubes Gefühl, Druckempfindlichkeit oder gelegentlich ein Bluterguss im behandelten Bereich sind möglich und klingen üblicherweise innerhalb einiger Tage bis weniger Wochen ab. Anhaltende oder ungewöhnliche Beschwerden sollten Sie uns mitteilen.
Muss ich nach der Sitzung eine Pause einlegen?
Nein. Es wird kein Schnitt gesetzt und keine Narkose eingesetzt; Arbeit und Alltag können unmittelbar fortgesetzt werden. Sport ist möglich, sofern das Areal nicht empfindlich ist.
Wie lange dauert eine Sitzung?
Ein Zyklus dauert je nach Region und Applikator meist 35 bis 60 Minuten. Werden mehrere Areale in derselben Sitzung behandelt, verlängert sich die Gesamtdauer entsprechend.
Kommen die Fettzellen zurück?
Die abgebauten Zellen bilden sich nicht neu. Bei einer Gewichtszunahme können jedoch die verbliebenen Fettzellen an Volumen zunehmen, sodass sich die Kontur wieder verändert.