Duetto MT Evo
Ein Lasersystem mit zwei Wellenlängen – Alexandrit und Nd:YAG –, das für die Haarentfernung und für oberflächliche Gefäßveränderungen eingesetzt wird und über eine integrierte Hautkühlung verfügt.

Was ist der Duetto MT Evo und wie funktioniert er?
Der Duetto MT Evo ist eine Laserplattform, die zwei unterschiedliche Wellenlängen in einem einzigen Handstück vereint. Die Abkürzung MT steht für die gemischte Technologie, also für die Möglichkeit, beide Laserquellen entweder einzeln, nacheinander oder gleichzeitig abzugeben.
Die beiden Wellenlängen unterscheiden sich in ihrer Eindringtiefe und in dem, was sie im Gewebe ansprechen:
- Alexandrit (755 nm) wird von Melanin besonders stark aufgenommen. Diese Wellenlänge bleibt eher oberflächennah und eignet sich für feinere Haare sowie für hellere Hauttypen.
- Nd:YAG (1064 nm) dringt tiefer ein und wird von Melanin schwächer absorbiert. Dadurch wird die Oberhaut weniger belastet, was diese Wellenlänge für dunklere Hauttypen und für tiefer liegende Haarwurzeln geeignet macht. Sie erreicht zudem oberflächliche Gefäße.
Das Wirkprinzip ist in beiden Fällen dasselbe: Die Lichtenergie wird vom Farbstoff Melanin im Haarschaft aufgenommen, in Wärme umgewandelt und an die Haarwurzel weitergegeben. Erreicht die Wärme dort einen ausreichenden Wert, verliert die Wurzel ihre Fähigkeit, neues Haar zu bilden. Aus demselben Grund sprechen weiße, graue und sehr helle Haare kaum an – ihnen fehlt das Melanin, das die Energie aufnehmen müsste.
Ein integriertes Kontaktkühlsystem senkt die Temperatur der Hautoberfläche unmittelbar vor und während der Impulsabgabe. Das erhöht den Komfort während der Sitzung und schützt die Oberhaut, während die Energie in der Tiefe wirkt.

In welchen Fällen wird das Gerät bevorzugt?
Laser-Epilation. Das Hauptanwendungsgebiet. Da beide Wellenlängen zur Verfügung stehen, kann die Einstellung an Hauttyp, Haardicke und Körperregion angepasst werden, statt für alle dasselbe Programm zu verwenden.
Dunklere Hauttypen. Bei stärker pigmentierter Haut besteht bei kurzwelligen Lasern ein höheres Risiko, dass die Energie bereits in der Oberhaut aufgenommen wird. Der Nd:YAG-Anteil umgeht dieses Problem weitgehend.
Feine Haare im Gesicht und am Hals. Der Alexandrit-Anteil spricht dünnere Haare besser an, die auf tiefer eindringende Wellenlängen weniger reagieren.
Oberflächliche Gefäßveränderungen. Mit der Nd:YAG-Wellenlänge lassen sich feine erweiterte Äderchen im Gesicht und an den Beinen behandeln. Das Blut im Gefäß nimmt die Energie auf, das Gefäß verschließt sich und wird vom Körper über Wochen abgebaut. Ausführlicher ist dies auf der Seite zu den Behandlungen von Kapillaren beschrieben.
Da erweiterte Gefäße häufig auf einer zugrunde liegenden Venenschwäche beruhen, können an anderer Stelle mit der Zeit neue Äderchen sichtbar werden. Die Behandlung entfernt das sichtbare Gefäß, nicht die Ursache.
Wie läuft eine Sitzung ab?
Beratung und Voruntersuchung. Hauttyp, Haarfarbe und -struktur, eingenommene Medikamente, hormonelle Erkrankungen und zurückliegende Sonnenexposition werden erfasst. Auf dieser Grundlage werden Wellenlänge, Energie und Impulsdauer festgelegt.
Testimpuls. Vor der ersten Sitzung werden an einer kleinen Stelle Probeimpulse abgegeben und die Hautreaktion beurteilt. So lässt sich die Einstellung vor der Behandlung der gesamten Region überprüfen.
Vorbereitung. Die Region wird am Vortag oder am selben Tag rasiert – nicht gewachst und nicht gezupft, da der Laser den Haarschaft in der Wurzel benötigt. Die Haut wird gereinigt; Make-up, Deodorant und Selbstbräuner müssen entfernt sein.
Anwendung. Das gekühlte Handstück wird über die Region geführt. Die meisten Menschen beschreiben ein kurzes, warmes Ziehen. Die Dauer richtet sich nach der Fläche: Oberlippe wenige Minuten, Beine deutlich länger.
Nach der Sitzung. Eine leichte Rötung und eine Schwellung um die Haarfollikel sind normal und klingen meist innerhalb weniger Stunden ab. Kühlen, feuchtigkeitsspendende Pflege und für einige Tage konsequenter Sonnenschutz werden empfohlen. Sauna, Solarium, heiße Bäder und intensiver Sport werden für rund 48 Stunden gemieden.
Für wen ist die Anwendung nicht geeignet?
Die Laser-Epilation ist ein etabliertes Verfahren, aber nicht für jede Situation vorgesehen:
- Frisch gebräunte Haut oder Haut nach kürzlicher intensiver Sonnenexposition
- Einnahme lichtsensibilisierender Medikamente – unter anderem bestimmte Antibiotika, Johanniskraut und Isotretinoin
- Aktive Infektionen, offene Wunden, Ekzeme oder Herpesbläschen in der zu behandelnden Region
- Schwangerschaft und Stillzeit
- Neigung zu Keloidbildung sowie unklare oder sich verändernde Pigmentmale in der Region
- Weiße, graue und sehr helle Haare, da sie das Licht nicht ausreichend aufnehmen
Bitte teilen Sie vor der Sitzung mit, welche Medikamente Sie einnehmen, ob Sie sich in den letzten Wochen intensiv der Sonne ausgesetzt haben und ob in der Region Muttermale oder Tätowierungen vorhanden sind. Diese Angaben bestimmen, ob und mit welchen Einstellungen behandelt werden kann.
Wann werden Ergebnisse sichtbar?
Haare wachsen in Zyklen, und der Laser erreicht nur die Follikel, die sich gerade in der aktiven Wachstumsphase befinden. Deshalb ist eine einzelne Sitzung nie ausreichend; die Behandlung wird als Serie in Abständen von etwa vier bis acht Wochen geplant – im Gesicht kürzer, am Körper länger.
In den ersten ein bis drei Wochen nach einer Sitzung schieben sich behandelte Haare aus der Haut und fallen aus. Dies wird häufig für Nachwachsen gehalten, ist aber Teil des erwarteten Verlaufs. Eine sichtbare Ausdünnung der Region wird meist nach mehreren Sitzungen bemerkt.
Wie viele Sitzungen nötig sind, hängt von Region, Haarstruktur und hormoneller Situation ab und lässt sich vorab nicht exakt festlegen. Bei hormonell beeinflussten Bereichen können auch nach Abschluss der Serie Auffrischungssitzungen sinnvoll sein.
Gemeinsame Anwendung mit anderen Verfahren
Der Duetto MT Evo ist eines der Geräte, die in der Zen Poliklinik für die Laser Epilation genutzt werden; je nach Haut- und Haarstruktur kann auch das Soprano Ice Platinum die passendere Wahl sein. Welches System eingesetzt wird, wird in der Voruntersuchung entschieden.
Anwendungen wie Peelings, Dermapen oder andere Laserverfahren in derselben Region werden zeitlich versetzt geplant, damit die Haut zwischen den Terminen ausreichend Zeit zur Erholung hat.