Filler sind injizierbare Gele, mit denen Volumenverluste ausgeglichen und Konturen definiert werden. Diese Seite ordnet die einzelnen Anwendungsbereiche und führt zu der jeweiligen Detailseite.

Filler – im Deutschen auch Unterspritzung oder Faltenunterspritzung genannt – sind sterile Gele, die mit einer feinen Nadel oder einer stumpfen Kanüle in bestimmte Schichten der Haut oder in das darunter liegende Gewebe eingebracht werden. Sie ersetzen kein Gewebe, sondern stellen dort Volumen und Halt her, wo beides im Laufe der Jahre verloren gegangen ist.
Am häufigsten wird vernetzte Hyaluronsäure verwendet. Hyaluronsäure ist ein körpereigenes Molekül, das Wasser bindet; im vernetzten Zustand bleibt sie über Monate stabil und wird danach schrittweise abgebaut. Genau diese Abbaubarkeit ist der Grund, weshalb Hyaluronsäure-Filler in der ästhetischen Medizin bevorzugt eingesetzt werden: Das Ergebnis ist zeitlich begrenzt und im Bedarfsfall mit dem Enzym Hyaluronidase wieder auflösbar.
Filler unterscheiden sich in ihrer Dichte und Elastizität. Ein sehr weiches Produkt eignet sich für dünne Haut und oberflächliche Schichten, etwa unter den Augen. Ein festeres, formstabiles Produkt wird für tragende Strukturen wie Kinn, Kieferlinie oder Wangenknochen gewählt. Die Auswahl des Materials ist deshalb ebenso Teil der Planung wie die Menge.
Filler werden nicht als eine einzige Behandlung geplant, sondern nach Region. Jede Region hat eigene anatomische Besonderheiten, eine eigene Produktwahl und eine eigene Haltbarkeit. Die folgenden Seiten beschreiben die jeweilige Anwendung im Detail:
Dermal FillerGrundlagen der Unterspritzung: welche Materialien eingesetzt werden, wie sich Nadel und Kanüle unterscheiden und wie eine Behandlung von der Analyse bis zur Nachsorge abläuft.Mehr erfahren →
LippenfüllerVolumen, Kontur und Symmetrie der Lippen sowie die Gestaltung des Lippenrands – eine bewegungsreiche Region, in der Menge und Technik über das Ergebnis entscheiden.Zur Lippenunterspritzung →
NasenfüllungNicht-chirurgische Korrektur von Höcker, Spitze und Profillinie: kleine Mengen Filler gleichen Unebenheiten aus, ohne dass an der Nasenstruktur operiert wird.Zum Verfahren →
KinnkorrekturProjektion und Länge des Kinns werden angepasst, um das Seitenprofil zu harmonisieren – häufig auch der Ausgangspunkt für eine klarere Kieferlinie.Details ansehen →
Augenringe UnterspritzungDie Tränenrinne unter dem Auge gilt als eine der anspruchsvollsten Regionen: dünne Haut, weiches Material und eine zurückhaltende Menge sind hier entscheidend.Region ansehen →
NasolabialfalteDie Falte zwischen Nasenflügel und Mundwinkel; ihre Ursache liegt oft im abgesunkenen Mittelgesicht, weshalb zuerst die tragende Struktur beurteilt wird.Mehr dazu →
Jawline-FillerDefinition der Kieferlinie vom Kinn bis zum Kieferwinkel: ein festeres, formstabiles Material stützt die Kontur und schärft den Übergang zum Hals.Zur Kieferlinie →
Wangenknochen FillerWiederherstellung des mittleren Gesichtsvolumens: gestützte Wangen wirken sich zugleich auf Nasolabialfalte und Gesichtsrahmen aus, weshalb diese Region oft zuerst geplant wird.Zum Mittelgesicht →
Schläfen AuffüllenEingesunkene Schläfen betreffen den oberen Gesichtsrahmen; ein Ausgleich in dieser Region lässt die Übergänge zu Stirn und Wangenknochen wieder weicher erscheinen.Zum Gesichtsrahmen →
HandverjüngungVolumen auf dem Handrücken, wo Sehnen und Venen mit der Zeit deutlicher hervortreten – eine Region, die im Gesamteindruck häufig übersehen wird.Behandlung ansehen →
Das Gesicht altert nicht flächig, sondern strukturell. Fettkompartimente verlieren an Volumen und verschieben sich nach unten, der Knochen bildet sich zurück, die Haut verliert an Elastizität. Eine sichtbare Falte ist deshalb oft nur die Folge eines Volumenverlusts an einer ganz anderen Stelle.
Ein typisches Beispiel ist die Nasolabialfalte: Sie wird häufig direkt behandelt, obwohl ihre Ursache in vielen Fällen im abgesunkenen Mittelgesicht liegt. Wird zuerst der Wangenbereich gestützt, fällt die Falte oft schon deutlich flacher aus und benötigt weniger Material. Umgekehrt kann ein unscharfer Übergang zum Hals seine Ursache in einem zu kurz projizierten Kinn haben.
Aus diesem Grund wird in der Zen Poliklinik zuerst das gesamte Gesicht beurteilt und danach entschieden, welche Region behandelt wird und in welcher Reihenfolge. Nicht jeder Wunsch führt zu derselben Empfehlung.
Beratung und Analyse. Erfasst werden Erwartung, Vorgeschichte, frühere Unterspritzungen, Medikamente – insbesondere Blutverdünner – sowie bestehende Erkrankungen. Anschließend wird das Gesicht in Ruhe und in Bewegung beurteilt.
Vorbereitung. Die Haut wird gereinigt und desinfiziert. Meist wird eine Betäubungscreme aufgetragen; viele Produkte enthalten zusätzlich ein Lokalanästhetikum.
Injektion. Je nach Region wird mit Nadel oder Kanüle gearbeitet. Die Behandlung dauert in der Regel zwischen 15 und 40 Minuten.
Nach der Sitzung. Leichte Schwellung, Rötung und gelegentlich kleine Blutergüsse sind normal und klingen üblicherweise innerhalb weniger Tage ab. Sport, Sauna, Solarium und Alkohol sollten für einige Tage vermieden werden.
Filler sind ein medizinischer Eingriff und nicht in jeder Situation vertretbar:
Filler ersetzen keine Straffungsoperation. Bei ausgeprägtem Hautüberschuss lässt sich mit Volumen allein kein Ergebnis erzielen; in solchen Fällen ist eine andere Vorgehensweise ehrlicher.
Die Wirkung ist unmittelbar sichtbar, das endgültige Bild zeigt sich jedoch erst nach etwa zwei Wochen, wenn Schwellung und Wassereinlagerung zurückgegangen sind. Beurteilt und gegebenenfalls nachjustiert wird deshalb frühestens nach diesem Zeitraum.
Die Haltbarkeit hängt von der Region, dem Produkt und dem Stoffwechsel ab. Bewegungsreiche Bereiche wie die Lippen bauen das Material schneller ab als ruhige, tiefer liegende Bereiche wie Kinn oder Wangenknochen. Auch Alter, Rauchen und körperliche Aktivität beeinflussen den Abbau. Genaue Angaben zur jeweiligen Region finden Sie auf den verlinkten Detailseiten.
Filler stellen Volumen wieder her, wirken jedoch nicht auf die Muskulatur. Aus diesem Grund werden sie häufig mit muskelentspannenden Injektionen kombiniert, die Bewegungsfalten in der oberen Gesichtshälfte betreffen. Ebenso ergänzen hautverbessernde Verfahren – etwa Mesotherapie oder Microneedling – ein Filler-Ergebnis, weil sie die Hautqualität selbst adressieren und nicht die Kontur.
Werden mehrere Verfahren geplant, entscheidet die Reihenfolge über das Ergebnis. Der zeitliche Abstand zwischen den Sitzungen wird im Rahmen der Planung festgelegt.