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Özel Zen Poliklinik

Laser Epilation

Soprano Ice Platinum

Ein Diodenlasersystem, das drei Wellenlängen gleichzeitig abgibt und mit gekühltem Handstück im Bewegungsmodus arbeitet. Dadurch lassen sich unterschiedliche Haar- und Hauttypen behandeln.

Laserepilation mit dem Soprano Ice Platinum in der Zen Poliklinik

Was ist Soprano Ice Platinum und wie funktioniert es?

Soprano Ice Platinum ist ein Lasergerät für die dauerhafte Haarreduktion. Grundlage jeder Laserepilation ist die selektive Photothermolyse: Das Melanin im Haarschaft nimmt die Lichtenergie auf, wandelt sie in Wärme um und leitet sie an den Haarfollikel weiter. Wird der wachsende Follikel ausreichend erwärmt, verliert er seine Fähigkeit, ein neues Haar zu bilden.

Das Besondere an diesem System ist die Art der Energieabgabe. Statt einzelner, sehr starker Impulse arbeitet das Gerät im sogenannten SHR-Modus (Super Hair Removal): Das Handstück wird in gleichmäßigen Bewegungen über das Areal geführt und gibt dabei viele schwache Impulse in schneller Folge ab. Die Zieltemperatur im Follikel wird so schrittweise aufgebaut, während die Oberhaut über ein gekühltes Saphirfenster dauerhaft heruntergekühlt wird. Diese Kombination ist der Grund, weshalb die Anwendung meist als deutlich angenehmer beschrieben wird als klassische Einzelimpulsverfahren.

Zusätzlich gibt das Handstück drei Wellenlängen gleichzeitig ab, statt sich auf eine festzulegen. Damit können in einer Sitzung unterschiedlich tief liegende und unterschiedlich pigmentierte Haare in ein und demselben Areal erfasst werden.

Laserhandstück im Kontakt mit der Haut während der Epilationssitzung
Das gekühlte Handstück wird im Bewegungsmodus über das Areal geführt; die Energie wird schrittweise aufgebaut.

Die drei Wellenlängen

755 nm (Alexandrit-Bereich). Diese Wellenlänge wird besonders stark von Melanin aufgenommen. Sie eignet sich damit für feinere und hellere Haare auf heller Haut, wo weniger Pigment zur Verfügung steht.

810 nm (Diode). Der Arbeitsbereich für die meisten Anwendungen. Sie verbindet eine gute Melaninaufnahme mit ausreichender Eindringtiefe und ist deshalb der Standard für großflächige Areale wie Beine, Rücken oder Achseln.

1064 nm (Nd:YAG). Die längste der drei Wellenlängen. Sie wird vom Melanin der Oberhaut weniger stark absorbiert und dringt tiefer ein. Deshalb kommt sie bei dunkleren oder gebräunten Hauttypen sowie bei tief sitzenden Follikeln zum Einsatz.

Welcher Anteil der Energie auf welche Wellenlänge entfällt, wird über das Geräteprogramm gesteuert und vor der Sitzung nach Hauttyp, Haarfarbe und Behandlungsareal festgelegt.

In welchen Fällen wird es bevorzugt?

Empfindliche Areale. Gesicht, Bikinizone und Achselhöhlen reagieren auf klassische Einzelimpulse häufig empfindlich. Der Bewegungsmodus mit dauerhafter Kühlung wird hier in der Regel besser vertragen.

Große Flächen. Das breite Scanfenster und die hohe Impulsfrequenz verkürzen die Behandlungszeit an Beinen, Rücken oder Brust spürbar.

Dunklere Hauttypen. Durch den Nd:YAG-Anteil kann auch bei stärker pigmentierter Haut mit vertretbarem Risiko gearbeitet werden. Die Parameter werden dabei entsprechend angepasst.

Behandlung außerhalb der Wintermonate. Sonnenexposition bleibt ein wichtiger Faktor, das Verfahren ist aber nicht auf einzelne Jahreszeiten beschränkt. Bei frisch gebräunter Haut wird die Einstellung angepasst oder ein Abstand empfohlen.

Feines und helles Haar. Bei sehr hellem, grauem oder weißem Haar fehlt das Pigment als Zielstruktur. Hier sind die Ergebnisse aller Lasersysteme begrenzt — das gilt auch für dieses Gerät.

Wie läuft eine Sitzung ab?

Vorgespräch und Testbereich. Hauttyp, Haarstruktur, hormonelle Faktoren, eingenommene Medikamente und frühere Behandlungen werden erfasst. In der Regel wird an einer kleinen Stelle getestet, bevor das ganze Areal behandelt wird.

Vorbereitung. Das Areal wird ein bis zwei Tage vor der Sitzung rasiert — nicht gewachst, gezupft oder epiliert, da der Follikel als Ziel erhalten bleiben muss. Am Behandlungstag sollten keine Cremes, Deodorants oder Make-up aufgetragen sein.

Anwendung. Ein Kontaktgel wird aufgetragen, Patientin und Anwenderin tragen Schutzbrillen. Das Handstück wird mehrfach über das Areal geführt, bis die vorgesehene Energiemenge erreicht ist. Die meisten Menschen beschreiben ein warmes, gleichmäßiges Gefühl.

Dauer. Kleine Areale wie die Oberlippe dauern nur wenige Minuten, Achseln oder Bikinizone etwa zehn bis fünfzehn Minuten, ganze Beine entsprechend länger.

Nach der Sitzung. Das Gel wird entfernt, die Haut gekühlt und ein Sonnenschutz aufgetragen. Eine leichte Rötung oder eine feine Schwellung um die Follikel kann einige Stunden bestehen bleiben. Sauna, heiße Bäder, Solarium, intensives Sonnenbaden und Sport sollten für ein bis zwei Tage vermieden werden.

Für wen ist die Behandlung nicht geeignet?

  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Aktive Infektionen, offene Wunden oder Ekzeme im Behandlungsareal
  • Einnahme lichtsensibilisierender Medikamente, unter anderem bestimmter Antibiotika und Isotretinoin
  • Frische, starke Bräune oder ein Sonnenbrand im geplanten Areal
  • Neigung zu Keloiden oder ausgeprägten Pigmentverschiebungen
  • Muttermale, Tätowierungen und Permanent-Make-up im Areal — diese werden ausgespart
  • Unbehandelte hormonelle Störungen, die den Haarwuchs antreiben; hier sollte die Ursache zuerst abgeklärt werden

Teilen Sie vor der Sitzung mit, welche Medikamente Sie einnehmen, ob Sie kürzlich in der Sonne waren und welche Haarentfernungsmethoden Sie zuletzt angewendet haben. Diese Angaben bestimmen die Geräteeinstellung.

Wann werden Ergebnisse sichtbar?

Der Laser erreicht nur Haare, die sich gerade in der Wachstumsphase (Anagenphase) befinden. Zu jedem Zeitpunkt ist das nur ein Teil aller Follikel eines Areals — deshalb sind mehrere Sitzungen nötig, verteilt über Wochen, damit die übrigen Follikel nacheinander in die Wachstumsphase eintreten.

In den ersten ein bis drei Wochen nach einer Sitzung stoßen die behandelten Haare aus der Haut aus; das wirkt wie nachwachsendes Haar, ist aber der Abstoßungsvorgang. Nach den ersten Sitzungen wird der Nachwuchs meist dünner und langsamer. Wie viele Sitzungen insgesamt sinnvoll sind, hängt vom Areal, der Haarstruktur, der Hautfarbe und der hormonellen Situation ab; üblich sind Serien im Abstand von etwa vier bis acht Wochen. Ein vollständiges und dauerhaftes Ausbleiben jedes Haares kann kein Verfahren zusichern — auffrischende Sitzungen können später erforderlich sein.

Kombination mit anderen Anwendungen

Die Laserepilation wird häufig gemeinsam mit anderen Behandlungen geplant, allerdings nicht am selben Areal und am selben Tag wie stark reizende Verfahren. Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten zur Laser Epilation und in der Übersicht unserer Laserbehandlungen. Bei Fragen zur Reihenfolge und zu sinnvollen Abständen zwischen den Anwendungen beraten wir Sie im Vorgespräch.

Häufig gestellte Fragen

Ist die Behandlung schmerzhaft?
Der Bewegungsmodus mit gekühltem Handstück wird von den meisten Menschen als warmes, gut erträgliches Gefühl beschrieben. Empfindliche Areale wie die Bikinizone können intensiver wahrgenommen werden.
Wie oft muss ich kommen?
Die Sitzungen werden in Abständen von etwa vier bis acht Wochen geplant, abhängig vom Areal und vom Wachstumszyklus. Die genaue Anzahl wird nach der ersten Beurteilung besprochen.
Muss ich mich vorher rasieren?
Ja. Rasieren Sie das Areal ein bis zwei Tage vorher. Wachsen, Zupfen und Epilieren müssen mindestens vier Wochen vorher eingestellt werden, da der Follikel als Ziel benötigt wird.
Kann ich im Sommer behandelt werden?
Das Verfahren ist nicht auf bestimmte Monate beschränkt, frische Bräune verändert aber die Sicherheitsmarge. Bei stark gebräunter Haut wird die Einstellung angepasst oder ein zeitlicher Abstand empfohlen. Sonnenschutz nach der Sitzung ist in jedem Fall erforderlich.
Wirkt der Laser bei hellem oder grauem Haar?
Nur eingeschränkt. Ohne Melanin im Haar fehlt die Zielstruktur für das Licht. Bei sehr hellem, grauem oder weißem Haar sind die Ergebnisse aller Lasersysteme begrenzt.
Was ist nach der Sitzung zu beachten?
Verzichten Sie ein bis zwei Tage auf Sauna, heiße Bäder, Solarium und intensiven Sport, verwenden Sie täglich Sonnenschutz und reiben oder peelen Sie das Areal nicht. Eine leichte Rötung für einige Stunden ist normal.