Genosys Hautpflege
Eine mehrstufige Gesichtsbehandlung mit dermokosmetischen Produkten der Marke Genosys: Reinigung, Peeling und Wirkstoffpflege werden nach einer Hautanalyse auf den jeweiligen Hauttyp abgestimmt.

Was ist die Genosys Hautpflege und wie wirkt sie?
Genosys ist eine koreanische Dermokosmetik-Linie, die auf Seren, Masken, Peelings und Pflegecremes für die professionelle Anwendung in der Praxis ausgelegt ist. Die Genosys Hautpflege bezeichnet keine einzelne Behandlung, sondern einen aufeinander abgestimmten Ablauf: Die Haut wird zunächst gereinigt und von abgestorbenen Hornzellen befreit, anschließend werden Wirkstoffe aufgetragen, die auf das jeweilige Hautbild ausgerichtet sind.
Der Gedanke dahinter ist einfach. Wirkstoffe können nur dort wirken, wo sie ankommen. Eine Schicht aus Make-up, Sonnenschutz, Talg und Hornzellen bildet eine Barriere, die die Aufnahme deutlich einschränkt. Deshalb steht am Anfang die gründliche Reinigung und ein sanftes Peeling, erst danach folgt die eigentliche Pflegephase mit Serum und Maske.
Die eingesetzten Produkte enthalten unter anderem Hyaluronsäure, Beta-Glucan, Frucht- und Milchsäuren sowie Pflanzenextrakte. Fruchtsäuren lösen die Verbindungen zwischen abgestorbenen Hornzellen, Hyaluronsäure bindet Feuchtigkeit in den oberen Hautschichten, Beta-Glucan und Pflanzenextrakte werden wegen ihrer beruhigenden und antioxidativen Eigenschaften eingesetzt. Welche Kombination sinnvoll ist, hängt vom Hauttyp und vom aktuellen Zustand der Haut ab.
In der Zen Poliklinik wird die Anwendung von geschultem Fachpersonal durchgeführt und beginnt immer mit einer Hautanalyse. Trockene, fettige, empfindliche oder Mischhaut brauchen unterschiedliche Produkte und unterschiedliche Peelingstärken.

Bei welchen Hautbildern wird sie bevorzugt?
Fahle, müde wirkende Haut. Wenn sich abgestorbene Hornzellen ansammeln, reflektiert die Hautoberfläche das Licht ungleichmäßig und wirkt matt. Peeling und anschließende Feuchtigkeitspflege sind hier der naheliegende Ansatz.
Erweiterte Poren und Mitesser. Verhornungen und verdickter Talg lassen Poren größer erscheinen. Die Tiefenreinigung zielt auf diese Ablagerungen; die Porengröße selbst ist jedoch anlagebedingt und verändert sich dadurch nicht dauerhaft.
Trockenheit und Spannungsgefühl. Feuchtigkeitsbindende Wirkstoffe wie Hyaluronsäure werden eingesetzt, wenn die Haut rau wirkt oder nach der Reinigung spannt.
Feine Linien. Eine gut mit Feuchtigkeit versorgte Haut lässt oberflächliche Trockenheitsfältchen weniger deutlich hervortreten. Für tiefere Falten oder Erschlaffung ist die Hautpflege nicht die passende Methode.
Unregelmäßiger Hautton. Regelmäßige Peelings können zu einem gleichmäßigeren Erscheinungsbild beitragen. Bei ausgeprägten Pigmentflecken ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll, da diese eine gezieltere Behandlung erfordern.
Bei entzündlicher Akne wird die Anwendung nur zurückhaltend und nach Beurteilung des Hautzustands eingesetzt. Sie ersetzt keine Aknetherapie.
Wie läuft eine Sitzung ab?
Hautanalyse. Hauttyp, aktueller Zustand, Vorbehandlungen und verwendete Medikamente oder Pflegeprodukte werden erfasst. Wer Retinoide oder Säureprodukte verwendet, sollte das vorher ansprechen, weil die Peelingstärke daran angepasst wird.
Reinigung. Make-up, Sonnenschutz und Talg werden entfernt. Ohne diesen Schritt bleiben die nachfolgenden Wirkstoffe weitgehend an der Oberfläche.
Peeling. Abgestorbene Hornzellen werden gelöst. Je nach Hautzustand geschieht das enzymatisch, mit milden Säuren oder mechanisch. Ein leichtes Kribbeln oder Wärmegefühl ist dabei normal.
Tiefenreinigung. Bei Bedarf werden Mitesser und Milien mit geeigneten Instrumenten entfernt. Anschließend wird die Haut desinfiziert. Dieser Schritt kann kurz unangenehm sein und wird nicht bei jeder Haut durchgeführt.
Wirkstoffphase. Serum und Maske werden aufgetragen, teilweise unterstützt durch Geräte, die die Aufnahme fördern. Eine leichte Massage schließt diese Phase ab.
Abschluss. Eine beruhigende Pflege und Sonnenschutz werden aufgetragen. Eine Sitzung dauert in der Regel etwa 45 bis 60 Minuten; danach ist der Alltag ohne Einschränkungen möglich.
Für wen ist die Anwendung nicht geeignet?
Die Genosys Hautpflege gilt als risikoarm, ist aber nicht in jeder Situation angezeigt:
- Aktive Hautinfektionen, offene Wunden oder Herpesbläschen im Behandlungsbereich
- Stark entzündliche oder zystische Akne
- Laufende oder kürzlich beendete Behandlung mit Isotretinoin
- Bekannte Allergie oder Unverträglichkeit gegenüber einem der Inhaltsstoffe
- Frische Behandlungen wie Laser, Dermapen oder tiefes Peeling – hier ist ein Abstand einzuhalten
- Ausgeprägte Rosazea oder akute Ekzeme; hier ist zuerst eine ärztliche Beurteilung erforderlich
- Sonnenbrand oder frisch gebräunte Haut
Bitte teilen Sie vor der Sitzung mit, welche Pflegeprodukte und Medikamente Sie verwenden und ob in den letzten Wochen andere Behandlungen im Gesicht stattgefunden haben. Danach richtet sich die Auswahl der Produkte und die Stärke des Peelings.
Wann werden Ergebnisse sichtbar?
Ein Teil der Veränderung ist unmittelbar erkennbar. Nach der Reinigung und dem Peeling wirkt die Hautoberfläche glatter und reflektiert das Licht gleichmäßiger, die Haut fühlt sich weicher an. Dieser Effekt entsteht überwiegend durch das Entfernen der Hornzellschicht und die Feuchtigkeitszufuhr.
Bei empfindlicher Haut kann für einige Stunden eine leichte Rötung bestehen bleiben. Das ist eine übliche Reaktion und klingt in der Regel am selben Tag ab.
Anhaltendere Veränderungen im Hautbild entstehen nicht durch eine einzelne Sitzung. Die Hornschicht erneuert sich in einem Zyklus von etwa vier Wochen, weshalb Pflegebehandlungen üblicherweise in Abständen von drei bis vier Wochen als Serie geplant werden. Wie viele Sitzungen sinnvoll sind, wird nach der Hautanalyse individuell besprochen. Entscheidend für das Ergebnis ist außerdem die häusliche Pflege zwischen den Terminen, insbesondere Reinigung, Feuchtigkeitspflege und konsequenter Sonnenschutz.
Kombination mit anderen Anwendungen
Die Genosys Hautpflege lässt sich in ein umfassenderes Pflegekonzept einordnen. Häufig wird sie mit der LED-Maske abgeschlossen, um die Haut nach dem Peeling zu beruhigen. Wer eine apparative Tiefenreinigung bevorzugt, findet in der Hydrafacial Behandlung eine Alternative mit ähnlichem Ziel und anderem Vorgehen. Welcher Weg passt, ergibt sich aus der Beurteilung des Hautzustands in der Sprechstunde.
Nach Injektionsbehandlungen oder gerätegestützten Verfahren im Gesicht wird ein zeitlicher Abstand eingehalten. Die passende Reihenfolge wird bei der Planung festgelegt.