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Özel Zen Poliklinik

Laserbehandlungen

Goldnadel-Behandlung (Radiofrequenz)

Fraktionierte Radiofrequenz über feine, goldbeschichtete Nadeln: Die Energie wird gezielt in der Tiefe der Haut abgegeben, während die Oberfläche weitgehend geschont bleibt.

Goldnadel-Behandlung mit fraktionierter Radiofrequenz in der Zen Poliklinik

Was ist die Goldnadel-Behandlung und wie wirkt sie?

Die Goldnadel-Behandlung ist eine Form der fraktionierten Radiofrequenz, die häufig auch als Radiofrequenz-Microneedling bezeichnet wird. Ein Handstück mit sehr feinen, goldbeschichteten Nadeln wird auf die Haut aufgesetzt. Die Nadeln dringen in einer zuvor festgelegten Tiefe in die Haut ein und geben an ihrer Spitze hochfrequente Radiowellen ab.

Der Wirkmechanismus beruht auf zwei Reizen, die gleichzeitig gesetzt werden:

  • Der mechanische Reiz entsteht durch den Einstich selbst. Er löst die natürliche Reparaturantwort der Haut aus – denselben Prozess, der auch beim klassischen Microneedling genutzt wird.
  • Der thermische Reiz entsteht durch die Radiofrequenzenergie an der Nadelspitze. Die kontrollierte Erwärmung wirkt auf das Kollagengeflecht der Lederhaut und regt Fibroblasten zur Neubildung von Kollagen und Elastin an.

Entscheidend ist das Wort „fraktioniert“: Die Energie wird nicht flächig abgegeben, sondern punktförmig in einem Raster. Zwischen den behandelten Punkten bleibt unversehrtes Gewebe stehen, aus dem die Regeneration ausgeht. Weil die Nadeln isoliert sind und die Energie erst in der Tiefe freigeben, wird die Oberhaut deutlich weniger belastet als bei flächigen ablativen Verfahren. Das ist auch der Grund, warum das Verfahren bei dunkleren Hauttypen eingesetzt werden kann, bei denen manche Lasermethoden zurückhaltender angewendet werden.

Die Eindringtiefe der Nadeln und die Energiemenge sind einstellbar. Dadurch lässt sich dieselbe Technologie an unterschiedlichen Arealen und Hautdicken anwenden – im Gesicht anders als am Hals, am Dekolleté anders als am Bauch.

Anwendung des Handstücks bei der Radiofrequenz-Microneedling-Behandlung
Die Eindringtiefe der Nadeln und die Energiestufe werden je nach Areal und Hautdicke individuell eingestellt.

In welchen Fällen wird sie eingesetzt?

Erschlaffung und Verlust an Hautspannung. An Wangen, Kinnlinie, Hals und Dekolleté zielt die Behandlung auf eine Festigung des Bindegewebes ab. Die Veränderung entsteht schrittweise über den Kollagenumbau.

Feine Linien und Fältchen. Oberflächliche Fältchen im Gesicht sprechen auf die Kollagenstimulation an. Tiefe mimische Falten sind damit nicht zu beseitigen; hierfür kommen andere Verfahren in Betracht.

Aknenarben und eingesunkene Narben. Die Kombination aus Einstich und Wärme in der Tiefe wird eingesetzt, um das Narbengewebe umzubauen und Niveauunterschiede weniger auffällig zu machen. Hier sind in der Regel mehrere Sitzungen erforderlich.

Erweiterte Poren und unregelmäßige Hauttextur. Ein häufiger Anwendungsgrund, besonders in der T-Zone und an den Wangen.

Dehnungsstreifen. An Bauch, Oberschenkeln und Oberarmen wird das Verfahren zur Verbesserung der Textur älterer, heller Streifen genutzt.

Fettige Haut und aktive Aknehaut. Bei entsprechender Einstellung kann die Energie auch auf die Talgdrüsen einwirken. Ob die Behandlung bei aktiver Akne sinnvoll ist, hängt vom Befund ab und wird vor Ort beurteilt.

Wie läuft eine Sitzung ab?

Beurteilung und Planung. Hauttyp, Behandlungsziel, Vorbehandlungen und eingenommene Medikamente werden erfasst. Daraus ergeben sich Nadeltiefe, Energiestufe und die voraussichtliche Anzahl der Sitzungen.

Reinigung und Betäubungscreme. Die Haut wird von Make-up, Sonnenschutz und Talg befreit. Anschließend wirkt eine örtlich betäubende Creme etwa 30 bis 45 Minuten ein. Diese Wartezeit gehört zum Termin dazu.

Anwendung. Das Handstück wird Feld für Feld über das Areal geführt. Spürbar sind ein Druck- und ein Wärmegefühl; an knochennahen Stellen wird die Empfindung meist deutlicher beschrieben. Die eigentliche Anwendung dauert je nach Areal ungefähr 30 bis 45 Minuten.

Direkt danach. Rötung und ein Wärmegefühl wie nach einem Sonnenbrand sind normal, ebenso eine leichte Schwellung und ein feines Gittermuster der Einstichpunkte. Diese Zeichen klingen üblicherweise innerhalb von ein bis drei Tagen ab. Gekühlt und beruhigt wird direkt im Anschluss.

Die folgenden Tage. Empfohlen werden eine milde Reinigung, konsequente Feuchtigkeitspflege und ein hoher Lichtschutzfaktor. Sauna, Solarium, intensiver Sport und Peelings sollten für einige Tage pausiert werden. Make-up ist meist ab dem Folgetag wieder möglich.

Für wen ist die Behandlung nicht geeignet?

Die Anwendung wird in bestimmten Situationen nicht oder erst nach Abklärung durchgeführt:

  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Herzschrittmacher, implantierter Defibrillator oder andere aktive Implantate
  • Metallimplantate oder Füllmaterialien im Behandlungsareal
  • Aktive Hautinfektionen, offene Wunden oder ein akuter Herpesschub im Areal
  • Neigung zu wulstigen Narben (Keloide)
  • Laufende oder kürzlich beendete Isotretinoin-Therapie
  • Gerinnungsstörungen oder Einnahme blutverdünnender Medikamente
  • Frisch gebräunte Haut oder ein Sonnenbrand im Areal

Bitte teilen Sie vor der Sitzung alle eingenommenen Medikamente, bestehende Erkrankungen, vorhandene Implantate sowie zurückliegende ästhetische Behandlungen im Bereich mit. Erst danach lässt sich beurteilen, ob und mit welchen Einstellungen die Anwendung für Sie infrage kommt.

Wann werden Ergebnisse sichtbar?

Der Verlauf ist zweistufig. In den ersten Tagen nach der Sitzung wirkt die Haut durch die Schwellung kurzfristig glatter – dieser Eindruck ist noch nicht das eigentliche Ergebnis. Nach dem Abklingen der Reaktion zeigt sich meist zunächst eine Veränderung der Hautoberfläche: gleichmäßigeres Licht, feinere Textur.

Die Wirkung, die auf dem Kollagenumbau beruht, entwickelt sich langsamer. Der Aufbau neuen Bindegewebes braucht Wochen, sodass die Festigkeit der Haut sich typischerweise über einen Zeitraum von etwa zwei bis drei Monaten nach der letzten Sitzung weiter verändert.

Die Behandlung wird in der Regel als Serie geplant, häufig in Abständen von etwa vier Wochen. Wie viele Sitzungen sinnvoll sind, hängt vom Befund ab – bei Narben werden meist mehr Sitzungen angesetzt als bei einer reinen Texturverbesserung. Die Ergebnisse sind nicht dauerhaft, da die Hautalterung weitergeht; Auffrischungen werden individuell besprochen.

Kombination mit anderen Anwendungen

Die Goldnadel-Behandlung wird häufig in einen größeren Plan eingebettet. Zur Beruhigung der Haut nach der Sitzung kommt die LED-Maske infrage. Für die oberflächliche Textur wird sie gelegentlich mit Dermapen oder mit einer Hydrafacial-Reinigung kombiniert – jedoch nicht am selben Tag. Bei Pigmentveränderungen kann ergänzend eine Q-Switched-Laser-Behandlung besprochen werden. Injektionsbehandlungen werden zeitlich versetzt geplant. Eine Übersicht der weiteren Geräteanwendungen finden Sie unter Laserbehandlungen.

Häufig gestellte Fragen

Ist die Behandlung schmerzhaft?

Vor der Anwendung wird eine betäubende Creme aufgetragen. Wahrgenommen werden vor allem Druck und Wärme. An knochennahen Stellen wie Stirn und Kinnlinie wird die Empfindung meist deutlicher beschrieben als an den Wangen.

Warum sind die Nadeln vergoldet?

Gold leitet Strom sehr gut und gilt als reaktionsarm gegenüber der Haut. Die Beschichtung dient der zuverlässigen Energieübertragung an der Nadelspitze, nicht der Pflege der Haut.

Wie viele Sitzungen sind nötig?

Das hängt vom Befund ab. Für Textur und Poren werden häufig weniger Sitzungen angesetzt als für Narben. Der Abstand beträgt meist etwa vier Wochen. Die Serie wird nach der Untersuchung festgelegt.

Wie lange dauert die Rötung?

Rötung und Wärmegefühl sind am ersten Tag am deutlichsten und klingen üblicherweise innerhalb von ein bis drei Tagen ab. Feine Einstichpunkte können etwas länger sichtbar bleiben.

Kann ich danach wieder arbeiten?

Die Anwendung erfordert keine Ausfallzeit im Sinne einer Operation. Die sichtbare Rötung am Behandlungstag sollte bei der Terminplanung berücksichtigt werden.

Kann die Behandlung im Sommer durchgeführt werden?

Grundsätzlich ja, sofern die Haut nicht frisch gebräunt ist und konsequenter Lichtschutz eingehalten wird. Direkte Sonne im Areal sollte in den Tagen danach gemieden werden.

Worin unterscheidet sie sich vom klassischen Microneedling?

Beim klassischen Microneedling wirkt nur der mechanische Reiz der Nadeln. Bei der Goldnadel-Behandlung kommt Radiofrequenzenergie hinzu, die in der Tiefe Wärme erzeugt und dadurch stärker auf das Bindegewebe wirkt.